Das Fliegen verliert aktuell wohl ein bisschen seinen Reiz. Flugrouten werden geändert, Flughäfen könnten unvorhersehbar geschlossen sein, von Verspätungen und Streiks ganz zu schweigen und das auch noch mit Kind und Kegel? Das klingt nicht so richtig nach entspanntem Urlaub.
Eine Reise mit dem Auto hingegen bietet dann doch noch etwas mehr Freiheit, mal angenommen, bis zum Sommer haben sich die Preise für Sprit wieder halbwegs normalisiert. Im Auto kann man einfach mal viel mehr verstauen als dies beim Verreisen mit dem Flieger ohne Aufpreis möglich wäre. Mit offenen Fenstern und guter Musik über die Straßen zu düsen fühlt sich einfach befreiend an. Wenn man dann gen Süden fährt und am Brenner den ersten echten Kaffee Latte schlürft, sich die Landschaft um einen herum Kilometer für Kilometer langsam ändert und man irgendwann schon die Meeresluft schnuppert, stellt sich endlich das Urlaubsgefühl ein. Der Weg wird zum Ziel und im Idealfall kann man die Route über die Alpenpässe so richtig genießen. Nur eines vermiest die Laune, und das ist der Stau. Wer ihn in diesem Jahr ausnahmsweise einmal umgehen möchte, wählt am besten eine alternative Route zur Autostrada.
Die Tour durch den Wilden Osten
Auch über Slowenien kann man in den Süden fahren, und zwar zum Beispiel direkt an die kroatische Adria oder auch entlang dem Ostufer Adria, wo man so mit dem Auto sogar bis Griechenland kommt. Das ist zudem eine besonders schöne Strecke, denn beispielsweise die Julischen Alpen, in Slowenien, haben einige Geheimtipps in petto wie zum Beispiel das Soča-Tal und auf Istrien kommt man ganz entspannt auf Campingplätzen unter. Die Strecke durch die Julischen Alpen ist nicht besonders stark befahren und bietet unter anderem die Möglichkeit, einen Stopp in Ljubljana einzulegen. Kenner wissen, dass sich die Gastronomie dort gerade rasant weiterentwickelt und dass die Rast in der Stadt im Nu zum echten Highlight auf der Route werden kann. Damit die Fahrt über die Grenzen hinweg entspannt bleibt, sollte man sich vorab auch mit den länderspezifischen Mautsystemen vertraut machen und sinnvoller Weise gleich Digitale Vignetten online kaufen. So muss man auf unbekanntem Terrain nicht erst den Vignetten-Dealer suchen gehen und möglicher Weise lässt der sich auch gerade nicht auftreiben, da er noch Siesta macht. Vignettenkauf online ist inzwischen unkompliziert machbar.
Bildquelle: Yvonne Huijbens via pixabay
Die klassische Grand Tour
Alternativ kann man sich auch eher Richtung Süd-West halten und sich durch Frankreich auf den Weg an spanische Ufer machen. Diese Route ist besonders dann spannend, denn es gibt viel zu sehen. Die Lavendelfelder der Provence blühen im Juni und Juli in ihren unverkennbaren Lila-Tönen auf, sodass man am liebsten direkt am Wegesrand Halt machen und die Pflanzen zwischen den Fingern zerreiben möchte, um so viel wie möglich von dem Aroma zu erhaschen. Kommt man an der Côte d'Argent, am Atlantik an, ist das Schauspiel weniger sanft, dafür aber nicht weniger beeindruckend. Mit seinen wilden Klippen und einem beachtlichen Wind, ist diese Gegend ein guter Grund, erneut zu verweilen und tief durchzuatmen. Wer hier unterwegs ist, findet Croissants, Baguettes und Pan de Chocolats in den Boulangerien entlang der Nationalstraßen und kostet Austern im Arcachon.
Austern an der Côte d'Argent Bildquelle: CvetS via pixabay
Oder noch gen Norden?
Und wenn die Hitze im Süden doch zu viel ist, fährt man einfach in die andere, oft weniger befahrene Richtung. Skandinavien bietet endlose Weite und wird im Sommer angenehm warm, ohne brennend heiß zu sein. Das Licht ist dort besonders klar und die Wälder sind tief. Am Ende steht einem ganz Europa offen und wer bereits früh losfährt, kann oft die anstrengenden Stoßzeiten vermeiden. Das Auto erlaubt uns, dort anzuhalten, wo der Ausblick am schönsten ist, und dort weiterzufahren, wo es uns vielleicht gerade zu trubelig ist. "Der Weg ist das Ziel" und genau das bedeutet Urlaub.
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