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Mercedes C400 4Matic: Sternstunde in der Mittelklasse?

So langsam kommt die E-Mobilität im Mercedes-Markenkern an: Mit der C-Klasse elektrifizieren die Schwaben eine ihrer wichtigsten Baureihen - und kontern so die Konkurrenz aus München und aus China.

Von dpa
28.07.2026, 03:01 Uhr
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    Mercedes C400 4Matic: Sternstunde in der Mittelklasse? - Glänzendes Gefährt: Die Front der neuen C-Klasse funkelt schon mal tüchtig - gibt's sonst noch Gründe zum Strahlen?
    Glänzendes Gefährt: Die Front der neuen C-Klasse funkelt schon mal tüchtig - gibt's sonst noch Gründe zum Strahlen? Bild: Mercedes-Benz AG/dpa-tmn
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    Mercedes C400 4Matic: Sternstunde in der Mittelklasse? - Quirlig - nicht nur im Stadtverkehr: Die elektrische C-Klasse gibt sich durchaus dynamisch.
    Quirlig - nicht nur im Stadtverkehr: Die elektrische C-Klasse gibt sich durchaus dynamisch. Bild: Mercedes-Benz AG/dpa-tmn
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    Mercedes C400 4Matic: Sternstunde in der Mittelklasse? - Stars in your eyes: Beim Urahn 190 "Baby Benz" gab's nur einen Stern auf dem Kühler - da geht heute mehr.
    Stars in your eyes: Beim Urahn 190 "Baby Benz" gab's nur einen Stern auf dem Kühler - da geht heute mehr. Bild: Mercedes-Benz AG/dpa-tmn
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    Mercedes C400 4Matic: Sternstunde in der Mittelklasse? - Hat sich lang gemacht: In der Länge ist die C-Klasse hier um fast 15 Zentimeter gewachsen.
    Hat sich lang gemacht: In der Länge ist die C-Klasse hier um fast 15 Zentimeter gewachsen. Bild: Mercedes-Benz AG/dpa-tmn
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    Mercedes C400 4Matic: Sternstunde in der Mittelklasse? - Cinemascope im Cockpit: Der riesige Bildschirm dominiert das Interieur der C-Klasse.
    Cinemascope im Cockpit: Der riesige Bildschirm dominiert das Interieur der C-Klasse. Bild: Mercedes-Benz AG/dpa-tmn
Berlin

Mercedes zündet die nächste Stufe seiner elektrischen Revolution: Nach CLA und GLC geht zum Ende des Sommers die elektrische C-Klasse an den Start. Zwar bleiben die Verbrenner in der klassisch geschnittenen Limousine und im Kombi weiter im Programm und werden sogar noch einmal aufgefrischt. Doch die neue, besonders schnittig gezeichnete Limousine will zum Maßstab in der elektrischen Businessklasse werden.

Sie soll nicht nur den Erzrivalen i3 aus München parieren und den Audi A6 e-tron, sondern auch chinesische Modelle auf Abstand halten. Allerdings hat der Fortschritt bei Mercedes seinen Preis: Weil es erst einmal nur den höheren C 400 4Matic gibt, kostet der neue Stern in der Liga der elektrischen Firmen- und Familienkutschen stolze 67.711 Euro. Der C 200 als günstigster Benziner aus der parallelen Verbrenner-Welt startet dagegen bei rund 55.000 Euro.

Viel Auto fürs Geld

Aber es gibt dafür in jeder Hinsicht viel Auto. Bei den Abmessungen, weil die C-Klasse im Radstand um rund 10 und in der Länge um fast 15 Zentimeter wächst. Dabei ist sie dank der Skateboard-Architektur obendrein geräumiger. Obwohl jetzt 4,88 Meter lang, legt der Kofferraum allerdings nur um 15 auf 470 Liter zu, aber dafür gibt es jetzt im Bug einen Frunk von noch einmal gut 100 Litern.

Und beim Antrieb, weil die zwei Motoren zusammen 360 kW/490 PS leisten und der Akku auf 94,5 kWh für bis zu 800 Kilometer im Normzyklus kommt.

Das Design blickt zurück nach vorn

Verpackt ist das Ganze in einem neuen Stil, der gleichermaßen zurück und nach vorne schaut. Zurück, weil die C-Klasse einen großen, verchromten Grill trägt wie etwa die Limousinen aus der Wirtschaftswunderzeit. Und nach vorn, weil dieser Schild mit 1.050 LEDs beleuchtet wird und weil die Karosserie im Windkanal glatt geschliffen wurde und so einen eindrucksvollen cw-Wert von 0,22 erreicht.

Welcome home in einer neuen Welt

Innen ist es allerdings vorbei mit den nostalgischen Anleihen. Zwar predigen die Schwaben das typische "Welcome home"-Gefühl, und tatsächlich wähnt man sich in der C-Klasse auf Anhieb wie im heimischen Wohnzimmer.

Doch außer der Rückkehr von Tasten und Walzen am Lenkrad gibt es nichts, was an die alte Welt erinnert. Denn auch in der neuen C-Klasse sitzen Fahrer und Beifahrer vor einer riesigen Bildschirmfront, die sich über die gesamte Breite zieht und auf Wunsch flimmert, bis einem die Augen übergehen.

Immerhin bietet das Infotainmentsystem dabei mehr Möglichkeiten als Wohnzimmer und Büro zusammen. Online-Anbindung und KI-Einsatz machen die C-Klasse zum Computer auf Rädern.

Neue Sportlichkeit im komfortablen Gleiter

Neu ist auch das Fahrgefühl. Klar, bei 490 PS und 800 Nm Drehmoment, die wie immer beim E-Antrieb sofort abrufbar sind, gibt es wenig Zweifel am Elan und an der Endgeschwindigkeit. Der Sprintwert von vier Sekunden von null auf Tempo 100 und maximal 210 km/h sind deshalb keine Überraschung.

Aber ein indirekter Vorteil des E-Antriebs ist die ungewohnte Agilität der neuen C-Klasse und die Bandbreite der Fahrprofile, die sie abdeckt: Mit dem großen Radstand und der schweren Batterie im Boden liegt sie betont satt und ruhig auf der Straße und schmatzt Unebenheiten mühelos weg wie eine S-Klasse. Erst recht, wenn sie mit dem in dieser Klasse konkurrenzlosen Luftfeder-Fahrwerk ausgestattet ist.

BMW-Gefühl im elektrischen Enkel des Baby-Benz

Zugleich aber beherrscht sie eine überraschend sportliche Gangart und eifert dabei dem Hauptkonkurrenten BMW nach - nur dass sie mit der Option auf eine Hinterachslenkung nicht bloß strammer ist, sondern auch noch wendiger.

Kurvige Landstraßen, bislang eher die Domäne des 3ers, verschlingt sie mit gierigem Appetit, und im Parkhaus wird das Einparken so zum Kinderspiel - obwohl der elektrische Enkel des Baby-Benz seit der Premiere des Mercedes 190 vor über 40 Jahren um einen halben Meter gewachsen ist.

Assistenten übernehmen den Stadtverkehr

Wer bei aller Fahrfreude lieber ankommen will, statt unterwegs zu sein, der kann sich über das üppige Netz an Assistenten freuen, die bereits vorbereitet sind für den nächsten Level des autonomen Fahrens. Sobald Brüssel und Berlin ihren Segen geben, meistert der Benz auch den Stadtverkehr alleine, und der Fahrer muss die Hände nur noch zur Sicherheit ans Lenkrad nehmen.

Fazit: Alles neu und doch beim Alten

Mehr Fahrfreude denn je, auch mit Akku langstreckentauglich und digital bis in die letzte Schraube - die hohe Dosis Vitamin E für die C-Klasse wirkt: Mit der Elektrifizierung hat Mercedes die Limousine auf ein neues Niveau gehoben, ohne die alten Werte zu verraten. Nur leider zeigt sich der Aufstieg auch beim Preis. Aber für alle, die den Weg technisch oder finanziell nicht mitgehen wollen, bleiben die Verbrenner ja im Programm. 

Datenblatt: Mercedes C 400 4Matic

Motor und Antrieb:Zwei Elektromotoren
Max. Leistung:360 kW/490 PS 
Max. Drehmoment:800 Nm 
Antrieb:Allradantrieb 
Getriebe:Zweigang-Automatik

 

Maße und Gewichte 
Länge:4.883 mm
Breite:1.892 mm
Höhe:1.503 mm
Radstand:2.962 mm
Leergewicht:2.460 kg
Zuladung:505 kg
Kofferraumvolumen:470 Liter (plus 101 Liter Frunk) 

 

Fahrdaten: 
Höchstgeschwindigkeit:210 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h:4,0 s
Durchschnittsverbrauch:14,1 kWh/100 km
Batteriekapazität: 94 kWh
Reichweite:762 km
CO2-Emission:0 g/km
Ladeleistung AC/DC: 22/330 kW

 

Kosten: 
Basispreis des Mercedes C 400 4Matic: 67.711 Euro
Typklassen:k.A.
Kfz-Steuer:0 Euro/Jahr

 

Wichtige Serienausstattung: 
Sicherheit:Elf Airbags, Notbrems- und Spurhalte-Assistent, automatische Abstandsregelung
Komfort:Panoramadach, Hinterachslenkung, Luftfederung, elektrische Heckklappe

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

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