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  3. Testarossa reloaded: So verdreht dieser Ferrari uns den Kopf

Testarossa reloaded: So verdreht dieser Ferrari uns den Kopf

Legendäres Design trifft moderne Power: Der Ferrari 849 Testarossa beschleunigt in 2,3 Sekunden auf Tempo 100. Was steckt hinter dem Comeback der Ikone?

03.02.2026, 00:05 Uhr
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    Testarossa reloaded: So verdreht dieser Ferrari uns den Kopf - Saus und Braus: Ja, der Ferrari 849 Testarossa ist wahnsinnig teuer - ihm zuzuschauen ist gratis, falls man mal einen sieht.
    Saus und Braus: Ja, der Ferrari 849 Testarossa ist wahnsinnig teuer - ihm zuzuschauen ist gratis, falls man mal einen sieht. Foto: Ferrari/dpa-tmn
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    Testarossa reloaded: So verdreht dieser Ferrari uns den Kopf - Legende auf vier Rädern: Der Testarossa wirkte beim Debüt 1984 fast wie ein Ufo, hing in vielen Jugendzimmern als Poster an der Wand und war Co-Star in der TV-Serie "Miami Vice".
    Legende auf vier Rädern: Der Testarossa wirkte beim Debüt 1984 fast wie ein Ufo, hing in vielen Jugendzimmern als Poster an der Wand und war Co-Star in der TV-Serie "Miami Vice". Foto: Ferrari/dpa-tmn
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    Testarossa reloaded: So verdreht dieser Ferrari uns den Kopf - Namensgeber: Die rot lackierten Zylinderköpfe führen zum Namen Testarossa.
    Namensgeber: Die rot lackierten Zylinderköpfe führen zum Namen Testarossa. Foto: Ferrari/dpa-tmn
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    Testarossa reloaded: So verdreht dieser Ferrari uns den Kopf - Breit und flach: So wirft sich der neue Ferrari auf den Asphalt, mit dem er fast fest verzahnt scheint.
    Breit und flach: So wirft sich der neue Ferrari auf den Asphalt, mit dem er fast fest verzahnt scheint. Foto: Ferrari/dpa-tmn
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    Testarossa reloaded: So verdreht dieser Ferrari uns den Kopf - Roooaaarrrr: Mit Getöse geht's über kurvige Landstraßen - ein Idyll für Sportwagenfans.
    Roooaaarrrr: Mit Getöse geht's über kurvige Landstraßen - ein Idyll für Sportwagenfans. Foto: Ferrari/dpa-tmn
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    Testarossa reloaded: So verdreht dieser Ferrari uns den Kopf - Kommandostand: Hier dirigieren die glücklichen Besitzer ihren italienischen Liebling.
    Kommandostand: Hier dirigieren die glücklichen Besitzer ihren italienischen Liebling. Foto: Ferrari/dpa-tmn
Berlin

Der Name Testarossa lässt Herzen höherschlagen. Ursprünglich eine Anspielung auf die rot lackierten Zylinderköpfe des Ferrari 500 TR von 1956, wurde er spätestens durch Miami Vice zur Ikone: Detectives Sonny Crockett und Ricardo Tubbs machten den Ferrari Testarossa in den 1980er-Jahren unsterblich.

Jetzt holt Ferrari diese Legende zurück. Als Nachfolger des SF90 Stradale kommt in diesem Sommer der 849 Testarossa auf den Markt. Die geschlossene Berlinetta kostet 450.000 Euro – 30.000 Euro mehr als der Vorgänger. Wer das offene Fahrgefühl bevorzugt, greift zum Spider für 490.000 Euro.

1.050 PS Systemleistung

Der SF90 galt als stärkster Ferrari aller Zeiten. Der Testarossa setzt noch einen drauf – zumindest vorerst. Das neue Top-Modell kombiniert einen Plug-in-Hybrid-Antrieb mit drei E-Motoren (zwei vorne, einer hinten) und einer Gesamtleistung von 162 kW/220 PS. Dazu kommt ein 7,49 kWh großer Pufferakku für 25 saubere, aber stille – und deshalb eher sterile – Kilometer.

Doch der Benziner mit acht Zylindern von je 0,49 Litern Hubraum – daher das Kürzel 849 – legt dank größerem Turbo und viel Feinschliff noch einmal 37 kW/50 PS zu und erreicht jetzt 610 kW/830 PS. Zusammen macht das 772 kW/1.050 PS und sichert dem Testarossa nicht nur eine Spitzenposition in der Ferrari-Chronik.

Beim Kick-down verheddern sich die Synapsen

Beim Anlassen surrt zunächst der Elektromotor. Doch sobald man am Manettino-Schalter das Sportprogramm aktiviert, erwacht der V8 mit einem donnernden Klang zum Leben. Der Kick-down entfesselt eine Beschleunigung, die alle Sinne überfordert: Die Gangwechsel knallen hörbar, die Umgebung verschwimmt, und ehe man sich orientiert hat, ist die nächste Kurve schon erreicht.

Von 0 auf 100 km/h in 2,3 Sekunden, nach 6,35 Sekunden 200 Sachen. Das kann man fast überall ausprobieren, wo es kein Tempolimit gibt. Aber die mehr als 330 km/h Spitze sind ein seltenes Vergnügen auf einer leeren Autobahn oder der Döttinger Höhe des Nürburgrings.

Jede Achterbahn wird zum Kinderspielplatz 

Doch der Testarossa beeindruckt nicht nur beim Beschleunigen. Bremsen ist mindestens genauso imposant, und wenn er durch die Kurven schießt, wird jede Achterbahn zum Kinderspielplatz. Mit 1.600 Kilo schon serienmäßig leicht, wird er mit dem Assetto-Fiorano-Paket für 52.000 Euro noch einmal 30 Kilo leichter.

Bei 250 km/h erzeugt der Zweisitzer über 400 Kilogramm Abtrieb und klebt förmlich auf der Fahrbahn. Der Fahrer wird beim schnellen Lastwechsel unter Stöhnen an die hohe Lehne der engen Sitze geschmissen, beim Bremsen fliegt der Körper schmerzhaft in den Gurt und beim Beschleunigen knallt der Kopf gegen das Polster – aber der Testarossa lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.

Selbst im Stand eine Schau

Ja, er ist natürlich vor allem zum Fahren gemacht – und je schneller, desto besser. Doch selbst im Stand ist er eine Schau. Nicht umsonst hat Ferrari viele Merkmale von früher neu interpretiert: Das Leuchtenband im Bug erinnert an die Klappscheinwerfer, mit denen Crockett und Tubbs in Miami die Nacht zum Tag gemacht haben. 

Die Flanke fängt den Blick mit einem mächtigen Lufteinlass. Wer am Heck zwischen den beiden Twin-Tails genannten Spoiler-Stummeln in den verglasten Motorraum schaut, sieht ganz tief unten – natürlich – die rot lackierten Zylinderköpfe. Und den beiden beindicken Endrohren sieht man auf den ersten Blick an, was für einen Lärm sie machen.

Selbst innen werfen sie den Blick ein bisschen zurück. Nein, die Zeiten liederlicher Verarbeitung und billiger Fiat-Teile sind natürlich vorbei. Stattdessen gibt es Lack und Leder satt und eine Qualität und Ausstattung, die zum Preis passen. Selbst wenn sie auch weiterhin kein Navigationssystem einbauen. 

Aber auf dem Lenkrad gibt es jetzt wieder klassische Knöpfe, das aus dem Vollen gefräste Bedienelement der Achtgang-Doppelkupplung simuliert eine wunderbar altmodische Schaltkulisse und das Blickfeld dominiert mit fast magischer Anziehungskraft ein feuerroter Startknopf.

Fazit: Die Konkurrenz sieht rot

Er sieht messerscharf aus, fährt auch so und ist mit seinem Plug-in-Hybrid auf dem richtigen Weg. Denn Petrolheads lockt der Ferrari Testarossa mit noch mehr Performance, die Klimaschützer unter den Superreichen zumindest mit etwas weniger schlechtem Gewissen. Lamborghini Revuelto und McLaren Artura können das zwar auch, sind aber in beiden Disziplinen einen Tick hinten dran – und sehen deshalb angesichts des neuen Testarossa rot. Selbst wenn er in einer anderen Farbe lackiert sein sollte.

Datenblatt: Ferrari 849 Testarossa
 

Motor und Antrieb:V8-Benziner mit drei E-Motoren
Hubraum:3.990 ccm
Max. Leistung:772 kW/1.050 PS 
Max. Drehmoment:842 Nm (V8)
Antrieb:Allradantrieb 
Getriebe:Achtgang-Doppelkupplung

 

Maße und Gewichte 
Länge:4.718 mm
Breite:2.304 mm
Höhe:1.225 mm
Radstand:2.650 mm
Leergewicht:1.600 kg (Trocken)
Zuladung:k.A.
Kofferraumvolumen:74 Liter

 

Fahrdaten: 
Höchstgeschwindigkeit:>330 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h:2,3 s
Durchschnittsverbrauch:9,3 l/100 km
Stromverbrauch (gewichtet kombiniert): 9,9 kWh/100 km
Kraftstoffverbrauch bei entladener Batterie (kombiniert): 11,8 l/100 km
Reichweite:k.A.
CO2-Emission:212 g/km
Kraftstoff:Super Plus
Schadstoffklasse:Eu6
Energieeffizienzklasse:k.A.

 

Kosten: 
Basispreis des Ferrari 849 Testarossa: 450.000 Euro
Typklassen:k.A.
Kfz-Steuer:k.A.

 

Wichtige Serienausstattung: 
Sicherheit:Sechs Airbags, Abstandsregelung, Spurführungshilfe, Müdigkeitswarner
Komfort:Volllederausstattung, Klimaautomatik, Beifahrer-Display

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

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