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  3. Netflix will stärker bei Hochkant-Videos mitmischen

Netflix will stärker bei Hochkant-Videos mitmischen

Auch Netflix-Nutzer entdecken Filme und Serien des Streaming-Marktführers zum Teil über andere Video-Plattformen. Der Dienst will nun selbst stärker auf Clips im Hochkant-Format setzen.

21.01.2026, 03:14 Uhr
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    Netflix will stärker bei Hochkant-Videos mitmischen - Von Netflix kommt künftig mehr Videomaterial im Vertikal-Format. (Archivbild)
    Von Netflix kommt künftig mehr Videomaterial im Vertikal-Format. (Archivbild) Foto: Fabian Sommer/dpa
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    Netflix will stärker bei Hochkant-Videos mitmischen - Netflix zählt inzwischen mehr als 325 Millionen Kundenhaushalte. (Archivbild)
    Netflix zählt inzwischen mehr als 325 Millionen Kundenhaushalte. (Archivbild) Foto: Andrej Sokolow/dpa
Los Gatos

Bei Netflix denkt man vor allem ans TV-Format - aber der Streaming-Marktführer will auch Hochkant-Videos auf dem Smartphone nicht komplett Rivalen wie Tiktok oder Instagram überlassen. Co-Chef Greg Peters verwies darauf, dass der Dienst bereits seit Monaten einen Feed mit Senkrecht-Clips aus seinen Filmen und Serien teste. In Zukunft könnten Ausschnitte aus Video-Podcasts dazukommen. Das Format solle Teil einer Erneuerung der Smartphone-App von Netflix in diesem Jahr werden.

Der Vertikal-Feed soll Nutzern helfen, Netflix-Sendungen zu entdecken, die sie sich ansehen möchten. Aktuell werden Ausschnitte aus Netflix-Serien im Senkrecht-Format oft zum Beispiel bei Tiktok verbreitet - dem Dienst wäre aber lieber, wenn das auf seiner eigenen Plattform stattfinden würde.

Mehr als 325 Millionen Nutzer

Netflix knackte im vergangenen Vierteljahr die Marke von 325 Millionen Kunden. Eine genaue Zahl wurde nicht genannt - aber das jetzige Update zur Nutzerzahl ist das erste seit einem Jahr. 2024 hatte Netflix das Jahr mit 301,6 Millionen zahlenden Kunden abgeschlossen. Da in Haushalten oft mehr als eine Person wohnt und der Netflix-Account geteilt wird, sieht sich der Branchenriese auf dem Weg zu einer Milliarde Zuschauer. 

Im vergangenen Quartal steigerte Netflix den Umsatz im Jahresvergleich um 17,6 Prozent auf gut zwölf Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 2,42 Milliarden Dollar (rund zwei Milliarden Euro) in den Kassen - etwa 29 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Teure Übernahmepläne

Netflix versucht gerade, das Studio- und Streaming-Geschäft des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers zu übernehmen. Für den rund 83 Milliarden Dollar schweren Deal werde man die Aktienrückkäufe aussetzen, teilte Netflix bei Vorlage der Quartalszahlen mit. US-Unternehmen stützen oft die Kurse ihrer Papiere mit Aktienrückkäufen. 

Die Netflix-Aktie sank im nachbörslichen Handel um rund fünf Prozent. Seit Bekanntwerden der Warner-Übernahmepläne hatte das Papier bereits rund 30 Prozent an Wert verloren. Netflix verzichtete daraufhin auf eine Aktienkomponente bei dem Deal und will den Kaufpreis nun in bar zahlen.

Der Streaming-Riese ist in einem Bieterwettstreit mit dem Hollywood-Konzern Paramount, der Warner Bros. Discovery für 108,4 Milliarden Dollar komplett übernehmen will, samt der TV-Sender wie unter anderem CNN. Das Warner-Management entschied sich für das Netflix-Gebot, Paramount wandte sich danach direkt an die Aktionäre. Der Ausgang des Bieterwettstreits ist noch offen.

Charme-Offensive bei Kinobranche

Netflix setzt unterdessen die Charme-Offensive bei Kino-Betreibern fort, bei denen die Warner-Übernahmepläne auf Skepsis treffen. Man habe über die Jahre immer wieder erwogen, ein eigenes Filmtheater-Geschäft aufzubauen, sei aber angesichts anderer Prioritäten nicht dazu gekommen, betonten Peters und der andere Co-Chef Ted Sarandos in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Mit Warner Bros. werde man aber ein bereits gut laufendes Kino-Geschäft bekommen und es stärken.

Netflix hatte in der Vergangenheit wenig Begeisterung fürs Kino gezeigt. Auf Fragen dazu antworteten Manager stets, dass es für die Firma wichtiger sei, Filme für hunderte Millionen Streaming-Kunden zu veröffentlichen, als sie auf die Leinwand zu bringen. Sarandos betonte jetzt, seine früheren Äußerungen stammten aus einer Zeit, in der Netflix noch nicht im Filmtheater-Geschäft aktiv gewesen sei.

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

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