Die Erkältung ist schon weg, das Nasenspray ist geblieben. Viele Deutsche greifen deutlich länger zum abschwellenden Nasenspray als nötig. Laut Expertinnen und Experten sollten solche Sprays nicht länger als sieben bis zehn Tage genutzt werden, wer es länger als zwei Wochen regelmäßig nutzt, gilt schon als abhängig.
Laut der Krankenkasse AOK sind hierzulande geschätzte 100.000 Menschen Nasenspray-süchtig, mit einer wohl höheren Dunkelziffer. Abschwellende Nasensprays sorgen mit einem kurzen Sprühstoß schnell für freies Atmen. Das kann schnell zur Routine werden, und dafür gibt es einen bestimmten Grund.
Ständiges Sprühen schadet der Nasenschleimhaut
In abschwellenden Nasensprays sind die Wirkstoffe Xylometazolin oder Oxymetazolin enthalten. Sie bewirken, dass sich die Blutgefäße auf der Nasenschleimhaut zusammenziehen, wodurch man besser Luft bekommt. Doch lässt die Wirkung nach, schwillt die Nasenschleimhaut wieder an. In der Folge greift man erneut zum Nasenspray.
Mit der Zeit tritt eine Gewöhnung ein und die Wirkung des Sprays lässt nach. Wenn die Dosis immer weiter erhöht wird und das Nasenspray im Alltag zu einem ständigen Begleiter wird, gilt man als abhängig. Dabei lässt sich die Sucht nach dem Sprühstoß mühelos durchbrechen.
Durch die ständige Anwendung wird die Nasenschleimhaut permanent gereizt. Das führt auf Dauer dazu, dass sie austrocknet und rissig wird. Viren und Bakterien können schneller in die Nasenschleimhaut eindringen, was neue Infektionen begünstigt.
Betroffene sollten auch bedenken, dass es für erschwertes Atmen auch andere, körperliche Ursachen geben kann als eine Erkältung. Wenn die Atemprobleme länger als zehn Tage bestehen bleiben, sollte das von einer Ärztin oder einem Arzt untersucht werden. Der ständige Griff zum Nasenspray könnte mögliche Ursachen sonst womöglich kaschieren.
So bekämpfen Sie die Nasenspray-Sucht
Es gibt verschiedenen Methoden, mit denen Sie das Nasenspray wieder loswerden können:




