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  3. So steht es um die Rente in Deutschland

So steht es um die Rente in Deutschland

"Die Rente ist sicher": Darauf vertraut wohl kaum noch jemand. Doch wie steht es wirklich um das Rentensystem in Deutschland? In dieser Übersicht bekommen Sie die wichtigsten Daten und Fakten.

Von dpa
21.05.2026, 13:32 Uhr
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    So steht es um die Rente in Deutschland - Altersarmut in Deutschland: Auch nach langjähriger Arbeit bleiben finanzielle Sorgen im Ruhestand.
    Altersarmut in Deutschland: Auch nach langjähriger Arbeit bleiben finanzielle Sorgen im Ruhestand. Bild: Benjamin Nolte/dpa-tmn
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    So steht es um die Rente in Deutschland - Wenn die Rente nicht ausreicht, zählen selbst kleine Beträge.
    Wenn die Rente nicht ausreicht, zählen selbst kleine Beträge. Bild: Benjamin Nolte/dpa-tmn
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    So steht es um die Rente in Deutschland - Die Rentenanpassung ist ein wichtiger Schritt, um die finanzielle Situation der Rentner zu stabilisieren.
    Die Rentenanpassung ist ein wichtiger Schritt, um die finanzielle Situation der Rentner zu stabilisieren. Bild: Christin Klose/dpa-tmn
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    So steht es um die Rente in Deutschland - Die steigende Lebenserwartung und die veränderte Arbeitswelt führen dazu, dass Menschen heutzutage später in Rente gehen als früher.
    Die steigende Lebenserwartung und die veränderte Arbeitswelt führen dazu, dass Menschen heutzutage später in Rente gehen als früher. Bild: Silas Stein/dpa/dpa-tmn
Berlin

Die Rente in Deutschland ist ein starres System, das nach Ansicht praktisch aller Experten dringend reformiert gehört.

Sie trägt sich schon lange nicht mehr selbst und verschlingt jedes Jahr Milliarden an Steuern. Das Rentenalter wurde bereits auf 67 Jahre erhöht. Doch auch das ist nicht die Lösung der Probleme.

Vielen Menschen droht Altersarmut. In diesem Überblick werfen wir einen ungeschönten Blick auf die Zahlen: Wann gehen die Menschen in Rente? Wie viel Geld bekommen sie aus der Rentenkasse? Und welche Summe steht ihnen insgesamt zur Verfügung?

Außerdem erfahren Sie, wie Deutschland im europäischen Vergleich abschneidet - und wie das System gerettet werden könnte.

Wie viele Menschen beziehen Rente in Deutschland?

Deutschland ist ein alterndes Land mit zunehmend mehr Seniorinnen und Senioren. Das zeigen Daten des Demografieportals:

  • Die Zahl der Menschen, die 65 Jahre und älter sind, ist von etwa 17 Millionen im Jahr 2013 auf kanpp über 19 Millionen in 2024 gestiegen. Das entspricht einer Zunahme von rund 12 Prozent.
  • Der Anteil der Generation 65 plus stieg demnach von 21 Prozent im Jahr 2013 auf 23 Prozent in 2024.
  • Im Jahr 2024 haben 18,9 Millionen Menschen in Deutschland aus Altersgründen eine Rente bezogen. Mehr als jeder Fünfte (23 Prozent) befand sich im Ruhestand. Elf Jahre zuvor waren es noch 17,7 Millionen. Nicht berücksichtigt wurden Erwerbungsminderungs- und Hinterbliebenenrenten für Witwen und Waisen.

Wie viel Rente bekommen die Menschen in Deutschland?

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat Zahlen mit Stand Ende 2024:

  • Die durchschnittliche Brutto-Altersrente für Versicherte mit mindestens 35 Versicherungsjahren lag demnach bei 1692 Euro. Das bedeutet einen Anstieg von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Es gibt bei der Altersrente jedoch deutliche Unterschiede zwischen Osten und Westen und zwischen Frauen und Männern:

  • In den alten Bundesländern lag die durchschnittliche Rente für Männer bei 1947 Euro. Bei den Frauen waren es nur 1434 Euro.
  • In den neuen Bundesländern waren es bei den Männern im Schnitt 1725 Euro und bei den Frauen 1507 Euro.

Warum schaut man auf Menschen mit mindestens 35 Jahren Versicherungszeit?

Sie gelten nach Auffassung der DRV als Menschen, die einen Großteil ihrer Versicherungsbiografie in der gesetzlichen Rentenversicherung zurückgelegt haben. Das heißt: Man kann davon ausgehen, dass sie im Alter finanziell von der gesetzlichen Rente leben.

Allerdings wurden Menschen mit sehr kurzer Versicherungszugehörigkeit und entsprechend niedrigen Renten laut DRV nicht berücksichtigt. Sie senkten den Schnitt und verfälschten die Daten, heißt es.

  • So steht es um die Rente in Deutschland - Wenn die Rente nicht ausreicht, zählen selbst kleine Beträge.
    Wenn die Rente nicht ausreicht, zählen selbst kleine Beträge. Bild: Benjamin Nolte/dpa-tmn

So lag die durchschnittliche Altersrente aller Menschen in Deutschland im Jahr 2024 bei 1296 Euro brutto.

Hier sind auch kurze Einzahlungszeiträume in die gesetzliche Rentenversicherung enthalten, wie zum Beispiel:

  • Hausfrauen, die nur kurze Zeit versichert waren
  • selbstständig Erwerbstätige, die nach einer Pflichtversicherung keine Beiträge mehr zur Rentenversicherung entrichtet haben
  • Menschen mit längeren Auslandsaufenthalten ohne Beitragszahlung

Teilweise kommen auch niedrige Renten zustande, wenn Menschen früh von der gesetzlichen Rentenversicherung etwa in die Beamtenversorgung oder ein berufsständisches Versorgungswerk wechseln.

Die Zahlen seien daher wenig aussagekräftig, so die DRV.

Gut zu wissen: Mit der monatlichen Summe auf ihrem Rentenbescheid können ältere Menschen nicht rechnen. Im Ruhestand werden weiterhin Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fällig. Außerdem muss die Rente immer häufiger versteuert werden.

Dass viele Menschen in Deutschland im Alter nur wenig staatliche Rente bekommen, zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes:

  • Jede fünfte Person im Ruhestand (20 Prozent) musste 2025 mit einem monatlichen Nettoeinkommen von maximal 1400 Euro auskommen.
  • Während bei 25 Prozent der Frauen ab 65 Jahren das monatliche Netto-Einkommen 1512 Euro nicht übersteigt, hat das untere Viertel der Männer in dieser Altersgruppe ein Einkommen von maxiaml 1621 Euro.
  • Knapp 760 000 Menschen erhielten Ende 2025 Grundsicherung im Alter. Diese Sozialleistung wird ausgezahlt, wenn die eigenen Mittel im Alter nicht für den Lebensunterhalt reichen.

Gut zu wissen: Die Menschen arbeiten tendenziell auch länger. Etwa jede fünfte Person (23 Prozent) zwischen 65 und 69 Jahren war 2025 erwerbstätig. Zehn Jahre zuvor waren es nur 14 Prozent.

Wie viel Geld haben Rentner insgesamt zur Verfügung?

Was das Gesamteinkommen von Rentnerinnen und Rentnern angeht, besitzt die durchschnittliche Rentenhöhe nur begrenzte Aussagekraft. Häufig kommen im Alter noch andere Einkommensquellen hinzu:

  • Betriebsrenten
  • Einkünfte des Partners oder der Partnerin
  • Ansprüche auf Hinterbliebenenleistungen
  • Erwerbseinkommen bei Berufstätigkeit
  • Einkünfte aus Vermietung
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen wie Aktien

Die Einkommenslage könne daher immer nur im Haushaltskontext bestimmt werden, so die Deutsche Rentenversicherung.

Die jüngsten Zahlen zur Einkommenslage liefert der Alterssicherungsbericht der Bundesregierung von 2024:

  • Demnach erreichen Ehepaare in Deutschland ein durchschnittliches Netto-Gesamteinkommen aus Alterssicherungsleistungen und zusätzlichen Einkommen in Höhe von 3759 Euro im Monat.
  • Unter den alleinstehenden Menschen ab 65 beziehen Männer im Schnitt insgesamt 2213 Euro. Bei Frauen sind es 1858 Euro.

Warum bekommen Frauen weniger Rente als Männer?

Jeder Versicherte sammelt im Lauf des Lebens sogenannte Entgeltpunkte für die Rente. Je höher das Einkommen im Vergleich zum Durchschnitt, umso mehr Punkte. Und je mehr Punkte, umso höher die Rente.

Ergebnis: "Frauen haben weniger Rente, weil sie im Laufe ihres Lebens weniger Erwerbseinkommen akkumulieren", sagt Prof. Peter Haan, Leiter der Abteilung Staat beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). "Frauen arbeiten zum Großteil in Teilzeit und nicht in Vollzeit." Dafür bekommen sie nur die Hälfte der Rentenpunkte.

"Grob gesagt liegt der Unterschied bei 30 Prozent", so der Rentenexperte. Zwar gibt es auch für Kindererziehungszeiten Rentenpunkte als Ausgleich. "Aber der reicht nicht aus."

Fazit: Frauen schneiden bei der Rente immer noch deutlich schlechter ab. Entsprechend ist ihr Risiko für Altersarmut höher.

Wie hoch ist die Rente im europäischen Vergleich?

"Im europäischen Vergleich liegen wir im Mittelfeld, obwohl wir mit das reichste Land in Europa sind", sagt Prof. Haan. "So gesehen, stehen wir relativ schlecht da", urteilt der Wissenschaftler. Im Nachteil sind vor allem arme Rentnerinnen und Rentner.

Man darf allerdings nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Diese Aussage gilt nur, wenn man das Rentensystem allein betrachtet. "Wir haben ja noch andere Sozialsysteme", sagt Haan. Die Grundsicherung im Alter etwa sei nicht in der Rentenversicherung verankert. "Und die kann dann höher sein als die Mindestrente in anderen Ländern."

Fazit: Ein Vergleich mit anderen Ländern ist schwierig.

Wie oft wird die Rente in Deutschland angepasst?

Die Rente wird in Deutschland in der Regel einmal jährlich angepasst. Die Rentenanpassung tritt dann jeweils zum 1. Juli in Kraft.

Die Rentenhöhe sei vor allem an das Lohnwachstum gekoppelt, erklärt Haan. Und nicht an die Inflationsrate, wie manche glauben.

Doch was heißt es überhaupt, wenn "die Rente" erhöht wird?

Wir haben schon gesehen, dass gesetzlich Versicherte im Laufe ihres Lebens Entgeltpunkte sammeln. Diese summieren sich auf, bis sie in Rente gehen. Und jeder dieser Punkte hat dann einen bestimmten finanziellen Wert. Das ist der sogenannte Rentenwert.

Seit dem 21. Juli 2023 bekommen Rentnerinnen und Rentner in West- und Ostdeutschland den selben Betrag pro Rentenpunkt. Im Juli 2025 hat sich dieser von 39,32 Euro auf 40,79 Euro erhöht. Ab Juli 2026 steigt der Betrag um 4,24 Prozent auf 42,52 Euro.

  • So steht es um die Rente in Deutschland - Die Rentenanpassung ist ein wichtiger Schritt, um die finanzielle Situation der Rentner zu stabilisieren.
    Die Rentenanpassung ist ein wichtiger Schritt, um die finanzielle Situation der Rentner zu stabilisieren. Bild: Christin Klose/dpa-tmn

Beispiel: Angenommen, Sie sind pünktlich in Rente gegangen und beziehen keine vorgezogene Altersrente. Sie haben im Berufsleben insgesamt 50 Entgeltpunkte gesammelt. Dann ist die Anwendung der Rentenformel simpel. Sie kommen nach der Rentenanpassung künftig auf eine monatliche Bruttorente von 2126 Euro (42,52 mal 50).

Wie wird die Rente finanziert?

Die Rente in Deutschland wird nach dem sogenannten Umlageverfahren finanziert. Ihre Beiträge dienen nicht dazu, dass Sie persönlich für Ihren Ruhestand Kapital aufbauen. Sondern sie finanzieren die Auszahlungen für derzeitige Rentnerinnen und Rentner.

Als Beitragszahler erwirbt man nach fünf Jahren einen Anspruch auf eine Rentenzahlung in der Zukunft, sobald man die entsprechende Altersgrenze von derzeit meist 67 Jahren erreicht hat. Diese Zahlungen muss die nachfolgende Generation erwirtschaften.

Hier zeigt sich das große Problem des derzeitigen Rentensystems: Die Einnahmen durch die Beitragszahler reichen schon lange nicht mehr aus, um die Auszahlungen der Rentenkasse zu finanzieren.

Das hat vor allem mit der Bevölkerungsentwicklung zu tun. Die Menschen werden immer älter, zugleich rücken weniger Arbeitnehmer nach. Das erhöht den Druck auf das Rentensystem.

Aus diesem Grund muss der Bund die gesetzliche Rente jedes Jahr mit Steuermitteln unterstützen. Im Bundeshaushalt 2026 ist ein Zuschuss von 127,5 Milliarden Euro eingeplant - der größte Einzelposten im Haushalt.

Kann unsere alternde Gesellschaft zum Problem werden?

Das Wort Altersarmut kursiert schon lange. Nicht ohne Grund: Die Finanzierung der staatlichen Rente gestaltet sich scheinbar immer schwieriger. Viele Menschen befürchten in den kommenden Jahren weitere Kürzungen. Und damit weniger Geld im Alter.

Die alternde Gesellschaft wird zwar zum Problem für die Rentenkasse. "Aber es wird weniger schwierig, als wir es mal angenommen haben", sagt Renten-Experte Peter Haan vom DIW.

Das liegt daran, dass der Altersquotient bis 2040 langsamer ansteigt, als die Prognosen es lange Zeit vorhersahen. Einfach gesagt: "Es gibt mehr Beitragszahlende, als wir lange angenommen haben."

Der Professor für empirische Wirtschaftsforschung an der FU Berlin nennt 3 Gründe, warum sich die Lage bessern dürfte:

1. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist so hoch wie noch nie. "Wir haben einen starken Arbeitsmarkt", sagt Haan. Die Zahl der erwerbstätigen Frauen sei gestiegen, gerade im Westen.

1. Die Migration hat stärker zugenommen als erwartet.

2. Die Lebenserwartung dürfte in Zukunft nicht so hoch ausfallen wie lange geschätzt - eine weniger erfreuliche Entwicklung. Lange dachte man, die Lebenserwartung steige alle 10 Jahre um 2,5 Lebensjahre, erklärt der Experte. "Dieser Trend scheint sich abzuflachen."

"Man muss klar sagen: Die Situation für die Rentenversicherung bleibt angespannt", so Haan. "Aber mit den Reformen, die wir schon angestoßen haben, können wir das System stabilisieren."

Hier ist vor allem die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre zu nennen. "Die Frage ist, ob das Alter noch weiter ansteigen wird", so Haan. Es gebe auch Vorschläge, das Eintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln - oder an die Lebensarbeitszeit.

Eine andere Möglichkeit wäre, das Rentenniveau abzusenken. Dabei geht es um das Verhältnis aus der Rentenhöhe zum Durchschnittseinkommen.

Derzeit ist gesetzlich festgeschrieben, dass das Rentenniveau vor Steuern bis 2031 bei mindestens 48 Prozent liegt. "Das ließe sich natürlich weiter abschwächen, aber das hat soziale Kosten", sagt der Experte. Die Folge: Rentnerinnen und Rentner hätten weniger Geld.

"Hier ist die Frage: Wie sozialverträglich ist das? Was bedeutet das für Rentner mit wenig Einkommen?" Ein Weg könnte es sein, geringe Renten aufzustocken, wie es schon bei der Grundrente passiert sei.

Wann gehen die Menschen in Rente?

Grundsätzlich haben Sie drei Möglichkeiten:

1. Die Regelaltersgrenze gibt an, ab welchem Alter Ihnen die volle Altersrente ohne Abschläge zusteht. Sie wird bis 2031 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Entscheidend ist das Geburtsjahr.

2. Nach einer Versicherungszeit von 45 Jahren können Sie grundsätzlich früher in Rente ohne Abschläge fürchten zu müssen. Das nennt sich Altersrente für besonders langjährig Versicherte.

3. Sie können sich auch dazu entscheiden, vor der Regelaltersgrenze in Rente zu gehen, wenn sie auf eine Versicherungszeit von 35 Jahren kommen. Das nennt sich Altersrente für langjährig Versicherte. In diesem Fall kürzt die Rentenkasse allerdings ihre Leistungen.

  • So steht es um die Rente in Deutschland - Die steigende Lebenserwartung und die veränderte Arbeitswelt führen dazu, dass Menschen heutzutage später in Rente gehen als früher.
    Die steigende Lebenserwartung und die veränderte Arbeitswelt führen dazu, dass Menschen heutzutage später in Rente gehen als früher. Bild: Silas Stein/dpa/dpa-tmn

Tatsächlich scheiden viele Menschen schon vor Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem Berufsleben aus. Das tatsächliche Renteneintrittsalter in Deutschland lag 2024 für beide Geschlechter bei 64,7 Jahren.

Und wie sieht das in anderen Ländern aus?

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nennt vergleichende Zahlen aus dem Jahr 2024:

  • Beim Spitzenreiter Südkorea waren es 67,4 Jahre bei den Männern und 69,6 Jahre bei den Frauen. Chile kam auf 69 (Männer) bzw. 66,2 Jahre (Frauen), Island auf 68,7 bzw. 65,9 Jahre.
  • Deutlich über dem deutschen Schnitt lagen etwa auch die Staaten Irland, Portugal und Schweden.
  • Frankreich kam dagegen nur auf einen Durchschnittswert von 61,9 Jahren für die Männer und 62,4 Jahren für die Frauen.
  • Auch in Spanien (62,4 bzw. 63 Jahre) und Griechenland (63,7 bzw. 61,9 Jahre) gingen die Menschen deutlich früher in Rente.

Woraus ergibt sich die Beitragshöhe?

Wer einer dauerhaften Beschäftigung mit mehr als 603 Euro Lohn nachgeht, muss Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung zahlen. Diese Geringfügigkeitsgrenze wurde zuletzt von 556 Euro angehoben.

Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung liegt 2026 bei 18,6 Prozent. Im Vergleich zu 2025 wurde er nicht erhöht. Den Beitrag teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Einem Angestellten werden also 9,3 Prozent des Bruttogehalts vom Lohn abgezogen.

Das gilt allerdings nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze:

  • Diese liegt 2026 bei 8450 Euro im Monat, also 101 400 Euro im Jahr. Monatlich werden somit maximal 785,85 Euro für die Rente vom Lohn abgezogen.
  • Seit Beginn des Jahres gibt es in den alten und neuen Bundesländern erstmals eine einheitliche Beitragsbemessungsgrenze.

Wer mehr verdient, sammelt dadurch also keine weiteren Rentenpunkte. Das heißt, die spätere Rente ist gedeckelt. Hier kommt es natürlich auch darauf an, wie viele Rentenpunkte man sammelt.

Andersherum gibt es auch einen Mindestbeitrag, der besonders für Menschen relevant ist, die freiwillig Beiträge zahlen.

Seit dem 1. Januar 2026 sind es 112,16 Euro. Zuvor waren es 103,42 Euro. Die Erhöhung liegt an der gestiegenen Geringfügigkeitsgrenze für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen.

  • Deutsche Rentenversicherung: Wann kann ich in Rente gehen?

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Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

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