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  3. Badesaison startet: Brauche ich einen Roboter für den Pool?

Badesaison startet: Brauche ich einen Roboter für den Pool?

Still und abgedeckt liegt er da? Höchste Zeit, den Pool im Garten aus dem Winterschlaf zu holen. So geht's schnell und effektiv.

Von dpa
18.05.2026, 00:07 Uhr
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    Badesaison startet: Brauche ich einen Roboter für den Pool? - Macht vor allem in einem sauberen Pool Spaß: im Wasser planschen.
    Macht vor allem in einem sauberen Pool Spaß: im Wasser planschen. Bild: Roland Weihrauch/dpa/dpa-tmn
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    Badesaison startet: Brauche ich einen Roboter für den Pool? - Kann bei der regelmäßigen Pflege ein fleißiger Helfer sein, ersetzt meist aber nicht die manuelle Grundreinigung: der Roboter für den Pool.
    Kann bei der regelmäßigen Pflege ein fleißiger Helfer sein, ersetzt meist aber nicht die manuelle Grundreinigung: der Roboter für den Pool. Bild: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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    Badesaison startet: Brauche ich einen Roboter für den Pool? - Hält Blätter und Co. ab - und nicht nur das: Eine Abdeckung verhindert, dass viel Wasser aus dem Schwimmbecken verdunstet.
    Hält Blätter und Co. ab - und nicht nur das: Eine Abdeckung verhindert, dass viel Wasser aus dem Schwimmbecken verdunstet. Bild: Christin Klose/dpa-tmn
Köln

Anbaden im Garten: Soll im heimischen Pool bald wieder geplanscht und geschwommen werden, ist einiges zu tun. Doch wie viel Schrubben und Putzen ist nach der Winterpause wirklich notwendig - und wie können Poolroboter helfen? 

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Start der Poolsaison.

Was ist unmittelbar vor dem Anbaden zu tun?

Laub, Äste und anderen oberflächlichen Schmutz kann man mit einem Kescher entfernen. "Dann muss man beurteilen, in welchem Zustand das Wasser ist", sagt Ute Wanschura vom Bundesverband Schwimmbad & Wellness in Köln. Muss es komplett ausgewechselt werden oder lässt es sich weiter nutzen? "Boden und Wände des Pools sollten auf Beschädigungen untersucht werden", sagt Wanschura. Und man sollte prüfen, ob es Risse oder Löcher in der Folie gibt. 

Außerdem sinnvoll: Pumpe und Filteranlage nach dem Winter auf ihre Funktionsfähigkeit prüfen. "Die Filteranlage des Pools setzt sich oft zu und muss dann gründlich von Rückständen befreit werden", so Michael Henze vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Alle zwei bis drei Jahre sollte sie ausgetauscht werden, wenn sie stark verschmutzt ist. Auch bei allen Leitungen sollte überprüft werden, ob sie noch dicht sind.

Steht eine Grundreinigung des Pools an, gilt es, Verschmutzungen am Beckenboden und an den Wänden möglichst vollständig, aber schonend zu beseitigen. "Das geht am besten mit einer Bürste oder einem Poolschwamm", so Ute Wanschura. 

Kann das nicht ein Poolroboter übernehmen?

Ute Wanschura zufolge eignen sich Poolroboter nicht für die Grundreinigung des Pools. "Diese Arbeiten müssen in der Regel manuell ausgeführt werden, damit alles sauber wird", sagt sie. "Reinigungsroboter schaffen das meist nicht."

Dafür haben sie andere Einsatzmöglichkeiten, etwa bei der regelmäßigen Poolpflege. Der große Vorteil: Man muss dann nicht mehr selbst ins Wasser steigen, um den Pool zu reinigen. Das übernimmt der Roboter, indem er sich frei im Becken bewegt und das Becken mit seinen Bürsten schrubbt. 

  • Badesaison startet: Brauche ich einen Roboter für den Pool? - Kann bei der regelmäßigen Pflege ein fleißiger Helfer sein, ersetzt meist aber nicht die manuelle Grundreinigung: der Roboter für den Pool.
    Kann bei der regelmäßigen Pflege ein fleißiger Helfer sein, ersetzt meist aber nicht die manuelle Grundreinigung: der Roboter für den Pool. Bild: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Welche Poolroboter eignen sich?

"Wir empfehlen Roboter mit Akkubetrieb, weil sie flexibler sind als welche mit Kabel", sagt Michael Henze vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Besonders komfortabel sei es, wenn der Poolroboter eine "Krabbelfunktion" hat, also selbstständig die Wände hochkommt. 

Grundsätzlich eignen sich Poolroboter übrigens für alle Poolarten. "Bei Standardmaßen mit rechteckiger Form ist die Reinigung gar kein Problem", sagt Ute Wanschura. "Bei Rundbecken muss man unter Umständen Abstriche bei der Reinigung der Wände machen, weil die Bürsten nicht vollständig an die runden Wandflächen herankommen."

Und mit Treppen haben die Roboter ihre Probleme. "Je nach Modell können sie zwar Treppen steigen, aber sie bekommen mit der Reinigung Schwierigkeiten, wenn die Treppenstufen schmaler als der Roboter sind und seine Bürsten dann überstehen und nicht richtig greifen können", so Ute Wanschura.

Haben Sie einen Poolroboter, sollte der Henze zufolge übrigens ein- bis zweimal pro Woche laufen. 

Wie muss das Wasser vor dem Badestart behandelt werden?

Neues Wasser kann direkt aus der normalen Wasserleitung ins Becken eingelassen werden. "Verantwortungsvolle Poolbesitzer machen das nicht in der sommerlichen Hochsaison oder während andauernder Trockenperioden", sagt Ute Wanschura. 

Dann sollte das Wasser gechlort werden, am besten mit einer Stoßchlorung, um Algen, Bakterien und Trübungen effektiv zu bekämpfen. Dabei wird der Chlorgehalt kurzzeitig überhöht. Es sollten deutlich über ein Milligramm pro Liter Wasser zugeführt werden. Das gilt auch, wenn das alte Wasser weiter genutzt werden soll.

"Je nach Zustand des Wassers kann es sinnvoll sein, nur einen Teil abzulassen und mit frischem Wasser aufzufüllen", sagt Michael Henze vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. "Dabei müssen die chemischen Werte geprüft und gegebenenfalls angepasst werden."

Wichtig ist der ph-Wert des Wassers. "Ideal ist ein Wert zwischen 7,0 und 7,4. Ist der ph-Wert zu niedrig, kann das zu Hautreizungen bei den Nutzern führen. Ist er zu hoch, fördert das die Algenbildung", erklärt Ute Wanschura. "Es gibt aber ph-Senker und ph-Heber, die bei Bedarf eingesetzt werden können."

Ratsam ist es Wanschura zufolge übrigens, die Anlage erst einmal etwa eine Woche laufen zu lassen, bevor man ins Becken steigt. Dann müsste sich der Chlorwert zwischen 0,5 und 1 Milligramm pro Liter eingepegelt haben.

  • Badesaison startet: Brauche ich einen Roboter für den Pool? - Hält Blätter und Co. ab - und nicht nur das: Eine Abdeckung verhindert, dass viel Wasser aus dem Schwimmbecken verdunstet.
    Hält Blätter und Co. ab - und nicht nur das: Eine Abdeckung verhindert, dass viel Wasser aus dem Schwimmbecken verdunstet. Bild: Christin Klose/dpa-tmn

Welche regelmäßigen Arbeiten sind im laufenden Betrieb notwendig?

"Man solle täglich nachschauen, ob Blätter oder Insekten auf der Wasseroberfläche schwimmen und diese dann entfernen. Das geht gut mit einem Kescher", so Michael Henze. Für die Reinigung von Beckenboden und Wänden kann der Poolroboter zum Einsatz kommen. Wenn dann noch einmal in der Woche ph- und Chlorwert ermittelt und eventuell nachjustiert werden, sollte der Pool hygienisch einwandfrei sein.

Will man den Pool möglichst sauber halten, ist eine Abdeckung sinnvoll. "Sie schützt vor Grobverschmutzung, spart Energie und vermindert die Verdunstung des Wassers", sagt Ute Wanschura. Und: Jeder Nutzer des Pools sollte vor dem Bad duschen. Dann gelangen weniger Schmutzpartikel, Rückstände von Kosmetik, Hautpflegeprodukten und Sonnencreme ins Wasser.

Und was, wenn das Wasser im Pool grün wird?

Das deutet auf Algenwuchs hin. "Es ist ein Anzeichen, dass die Chemie des Wassers nicht mehr in Ordnung ist", so Michael Henze. Messen Sie in dem Fall den ph-Wert und Chlorgehalt und passen Sie ihn gegebenenfalls an. Zu viel Chemie ist aber kontraproduktiv. Wichtiger: die regelmäßigen Reinigungsschritte über die Woche.

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

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