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0:4 gegen Berlin: Auerbach ist Letzter

Fußball VfB-Kicker kassieren im Geisterspiel weitere Niederlage

Auerbach. 

Auerbach. Die erste Halbserie ist beendet. Der VfB Auerbach geht als Tabellenletzter in die Rückrunde. Heute Nachmittag gab es vor 0 Zuschauern eine 0:4-Heimniederlage (0:1) gegen TeBe Berlin. Das erste Geisterspiel der Vereinsgeschichte war äußerst denkwürdig. VfB-Aufsichtsratschef Steffen Dünger sah schon frühzeitig, "dass die körperliche Präsenz der Berliner in den entscheidenden Zweikämpfen erkennbar ist." Auch Manager Volkhardt Kramer hätte sich "mehr Kampfeswille in den Momenten gewünscht, wo es im Fußball um alles geht." Stattdessen durfte der Berliner Trainer Markus Zschiesche seinen Männern "die größere Gier und den größeren Siegeswillen bescheinigen." VfB-Pressesprecher Marcus Schädlich hatte wegen des coronabedingten Zuschauerausschlusses erstmals per Fanradio im Internet die Anhänger informiert: "Berlin hat von den neun großen Chancen vier verwandelt. Auerbach besaß fünf Möglichkeiten, traf aber kein einziges Mal."

 

Früh in Rückstand geraten

 

Die Gäste gingen schnell in Führung. Nach einer abgewehrten Ecke wurde der "zweite Ball" abgefälscht und Fabrice Montcheu staubte aus fünf Metern zum 0:1 (9.) ab. Torhüter Maximilian Schlosser war übrigens am heutigen Sonntag der beste Auerbacher. Der eigentliche Ersatzkeeper parierte fünfmal glänzend! So einfach hatten es sich die Berliner auf der dünnen Schneedecke in Auerbach sicherlich nicht vorgestellt. Gäste-Trainer Markus Zschiesche weiß: "Der VfB Auerbach hat ohne Zuschauer natürlich einen großen Nachteil. Das kam uns zweifellos entgegen." VfB-Cheftrainer Sven Köhler aber monierte: "Wenn du nach 19 Spielen mit 54 Gegentoren dastehst, weißt du wo du ansetzen musst. Unser Fokus lag bereits in den letzten Spielen auf der Fehleranalyse. Wir haben es bislang nicht geschafft, Stabilität in die hinteren Reihen zu bekommen." Und so durften Fabrice Montcheu (59.),

Youssef Sakran (67.) und Will Siakam (79.) das Berliner Torekonto nach oben schrauben. TeBe rückte auf Rang neun nach vorne.

 

Die große Frage: Wie geht's weiter in Auerbach

 

Volkhardt Kramer beantwortete nach Spielschluss alle Fragen. Zuerst: "Am Trainerstuhl wird nicht gerüttelt. Wir haben nur zwölf Punkte und wissen, wie schwer die Aufgabe von Sven Köhler ist. Unruhe bringt im Abstiegskampf gar nichts." Dass der Nordostdeutsche Fußballverband den Wettspielbetrieb fortsetzt, "das ist für mich verwunderlich. Angesichts der aktuellen Situation haben viele Menschen in unserer Region andere Sorgen, als Fußball. Wir spielen nicht gerne unter Ausschluss der Öffentlichkeit und haben es heute nur getan, weil wir müssen. Nächsten Sonntag geht's hier gegen Fürstenwalde weiter, sofern dann noch gespielt wird." Übrigens steigt der erkrankte Stammtorwart Stefan Schmidt (Regenbogenhautentzündung im Auge) am Montag wieder ins Training ein. Bilder vom heutigen Spiel gibt's hier der Galerie.