1:0-Sieg bringt dem VFC Plauen Platz sechs

Fußball Plauener gegen Neugersdorf nicht besser, aber effektiv

Plauen. 

Plauen. Das war genau das Spiel, wo diese eine Großchance reicht zum Sieg! Denn der VFC Plauen war am Sonntag gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf nicht das bessere Team. "Wir haben trotzdem dreckig mit 1:0 gewonnen. Nur das zählt", freute sich VFC-Trainer Falk Schindler. Torschütze Boton Bach hatte bis zu jener 80. Minute nicht wirklich gut gespielt. "Aber dann hat sich mein Gegenspieler verschätzt, ich konnte steil durchlaufen und kam auch nach zwei gegnerischen Ballberührungen immer wieder zurück ans Leder. Und dann hab ich das Ding zum Glück reingemacht", freute sich VFC-Stürmer Bach. Vor allem in der ersten Halbzeit gelang dem Gastgeber im Vorwärtsgang nur ganz wenig. Vor 360 Zuschauern wirkten die Oberlausitzer aktiver und physisch überlegen. Doch dem neutralen Beobachter fiel frühzeitig auf, weshalb der regionalligaerfahrene Gast in der Tabelle hinter dem Miniaufgebot der Spitzenstädter rangiert. Anstatt zur Pause bereits mit zwei Toren in Führung zu liegen, musste FCO-Trainer Stefan Föhlich von der Sache her froh sein, dass nicht eine der beiden Plauener Halbchancen zum Gästerückstand führte. Marian Albustin (26.) und Aleksandrs Guzlajevs (40.) besaßen bis zu jener 80. Minute die beiden VFC-Möglichkeiten. Auf der Gegenseite zählten die Statistiker am Ende sieben Großchancen. "Uns hat einfach die Verbissenheit gefehlt, ein Tor zu machen", ärgerte sich FCO-Coach Köhler. Sein Team rannte nach dem Plauener Tor zwar wie wild an. Doch der VFC verteidigte mit Glück und Geschick und er machte so seine spielerischen Nachteile wett. Als der Plauener Schlussmann Ondrej Cap in Spielminute 90+3 auch den letzten Neugersdorfer "Riesen" entschärfte, fiel VFC-Kapitän Marian Albustin ein Stein vom Herzen: "Uns fehlt vielleicht die Frische, die wir noch vor vier Monaten hatten. Wir mussten auch heute wieder mit nur drei Auswechselspielern antreten. Aber wir haben inzwischen die Qualität, dann trotzdem zu punkten. In der Oberliga werden 80 Prozent der Spiele über den Kampf entschieden. Heute war so ein Spiel." Der VFC Plauen ist nach diesem Nachholespiel auf Platz sechs geklettert. Der Spielplan will es so, dass die Spitzenstädter gleich weitere dreimal in Folge zu Hause spielen gegen Eilenburg (22.2.), Merseburg (7.3.) und Krieschow (15.3.).