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100.000 Euro Belohnung ausgesetzt

Blaulicht Polizei ermittelt aktuell zur Ursache und bitte um Mithilfe

Rodewisch. 

Am Dienstagmorgen gegen zwei Uhr rückten die Kameraden der Feuerwehr Rodewisch zu einen Einsatz beim STR Straßenbau Rodewisch August Bebel-Straße aus. Dort angekommen standen vier Fahrzeuge und Baugeräte in Flammen. Auf der Rückseite der Werkstatt stand ein Transporter ebenfalls in Flammen, auf der Zufahrtsstraße brannten zwei LKWs und auf der Vorderseite der Werkstatt neben der Tankstelle ein Bagger. Alle Fahrzeuge sind ausgebrannt. Die Spurensicherung ist aktuell vor Ort. Die Ermittlungen laufen.

Ermittlungsbehörden gehen von linksextremistischer Straftat aus

Mehrere unbekannte Täter setzten auf dem umfriedeten Gelände einer Baufirma an jeweils verschiedenen Orten einen Bagger, zwei Lkw-Kipper und einen Kleintransporter in Brand. An weiteren Fahrzeugen wurden noch weitere Brandsätze entdeckt, welche offenkundig nicht zur Umsetzung gelangten. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich keine Mitarbeiter der Firma auf dem Gelände. Der Brandschaden wird vorläufig auf zirka 400.000 Euro geschätzt. Die geschädigte Firma war bereits im August Opfer eines Brandanschlages auf dem Gelände des JVA-Neubaus in Zwickau. In Würdigung der vorliegenden Umstände ist derzeit davon auszugehen, dass diese Straftat politisch linksextremistisch motiviert ist.

Zudem ereignete sich ein nahezu gleichgelagerter Sachverhalt in der Nacht im Bereich der Polizeidirektion Görlitz. Auch hier wurden Baufahrzeuge auf dem Gelände einer Baufirma in Brand gesetzt und erheblicher Sachschaden verursacht. Beide Brandstiftungen werden durch das PTAZ des Landeskriminalamt Sachsen bearbeitet. Entsprechende Zusammenhänge zwischen den Vorfällen werden geprüft, können aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt weder bestätigt noch dementiert werden. Auch die Brandstiftungen auf weiteren Baustellen in der jüngeren Vergangenheit fließen entsprechend in die Bewertung der Sachverhalte mit ein.

Wer kann Hinweise zur Tat geben?

Die Ermittlungsbehörden sind bei der Aufklärung dieser Straftat auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Es werden insbesondere Zeugen gesucht, die sich im Tatzeitraum im Tatortbereich aufgehalten und relevante Feststellungen gemacht haben. Auch sonstige Beobachtungen sowie Feststellungen im Internet, die zur beschriebenen Tat und den hieran beteiligten Tätern Aufschluss geben können, sind von Bedeutung. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich beim Landeskriminalamt Sachsen, Tel. 0800/855 2055 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Update: 100.000€ Belohnung ausgesetzt

Im Zusammenhang mit dem Brandanschlag vom 3. Oktober 2019 und der Gefährlichen Körperverletzung am 3. November 2019 in Leipzig setzt das Landeskriminalamt Sachsen im Einvernehmen mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Leipzig eine Belohnung in Höhe von insgesamt 100.000 Euro* aus.

Zu den angesprochenen Sachverhalten informierte das Landeskriminalamt jeweils mit Medieninformationen am 3. Oktober und am 4. November diesen Jahres.

Das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) des Landeskriminalamtes Sachsen erbittet sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen. (Details enthält das als pdf beigefügte Fahndungsplakat)

Fragen:
• Wer kennt die Täter oder Personen aus deren Umfeld?
• Wer hat zu den Tatzeiten im näheren oder weiteren Bereich der genannten Tatorte verdächtige Personen und Fahrzeuge gesehen oder sonstige relevante Feststellungen getätigt?

Auch Hinweise aus den Sozialen Medien oder dem Internet, welche bei der Aufklärung der Straftaten helfen könnten, sind für Polizei und Staatsanwaltschaft von Bedeutung.

Bitte wenden Sie sich an das Landeskriminalamt Sachsen,

Telefon 0800 855-2055

oder jede andere Polizeidienststelle. Weitere Informationen unter www.polizei.sachsen.de

  • Die Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt sich auf 50.000 Euro je Straftat. Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Personen, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt. Sollten mehrere Hinweise zur Täterermittlung beitragen, wird der jeweilige Betrag unter den Hinweisgebern nach Maßgabe der Bedeutung des Hinweises aufgeteilt.


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