15 Hektar für neue Perspektiven: Gewerbegebiet im Vogtland geplant

Rosenbach plant neues Gewerbegebiet an der Schleizer Straße

Rosenbach/Vogtl.

Der Gemeinderat Rosenbach gibt grünes Licht für die Planung eines zukünftigen Gewerbegebietes. Zur jüngsten Sitzung beschlossen die Räte mehrheitlich die Aufstellung des Bebauungsplans "Gewerbegebiet Mehltheuer - Schleizer Straße". Zuvor gab es einige Diskussionen.

Diskussion um Nutzung und Perspektiven

"Ein Gewerbegebiet ist ein Gewerbegebiet", stellte Bürgermeister Michael Frisch klar. Und kein Sondergebiet, wo ein Solarpark möglich ist. "Es sind Mutmaßungen", hielt Ramona Martschinke, AfD-Gemeinderätin, dagegen. "Natürlich stehen keine konkreten Betriebe dahinter, wir wollen interessierten Firmen eine Perspektive geben", so Frisch. "Wir helfen uns selbst, weil junge Leute abwandern, weil es hier keine Arbeit gibt." Es seien Unterstellungen, dass die Gemeinde einen Solarpark bauen will.

Fehlende Erweiterungsmöglichkeiten in bestehenden Standorten

Die Gemeinde Rosenbach verfügt derzeit über regionale Gewerbestandorte, bei denen jedoch keine flächenmäßigen Erweiterungen mehr möglich sind. Deshalb können insbesondere heimischen Unternehmen und Existenzgründern keine Flächen zur Erweiterung bestehender Betriebe oder zum Neuansiedlungsstart angeboten werden. Wie der Bürgermeister weiter ausholte, sollte schon vor Jahren ein Gewerbegebiet in Syrau gebaut werden. Es scheiterte daran, dass kein Flächenkauf möglich wurde. Nun wird Mehltheuer favorisiert.

Standortvorteile und Flächenpotenzial

"Wir wollen das Gewerbegebiet gerne groß sehen, denn es gibt Infrastrukturmittel ab einer bestimmten Größe", so Michael Frisch. Letztlich entscheiden die Grundstückseigentümer über ihre Flächen. Die Rede ist von 15,13 Hektar Fläche. Die Fläche grenzt im Osten an das Areal des ehemaligen Kartoffellagerhauses sowie im oberen Drittel an ein bestehendes Wohngebiet. Im Westen wird das Gebiet von der Fasendorfer Straße begrenzt, im Süden von der Firma Progas KG sowie die Bahntrasse, im Norden an landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Bürgerbeteiligung geplant

Es soll im weiteren Verfahren auch Phasen der Bürgerbeteiligung geben, so der Bürgermeister. "Wir wollen einfach loslaufen." Das sei das Ziel.

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