192 Langohren in Elsterberg

Ausstellung Kaninchenschau im Vogtland überzeugt mit Zahlen und Qualität

Elsterberg. 

Elsterberg. "Nach zwei Jahren, als die Kaninchenkrankheit RHD uns so gebeutelt hatte, haben wir es geschafft, uns wieder zu stabilisieren", sagt Mario Großberger, Vorstand des Kleintierzuchtvereins S 136 Elsterberg e.V. Mittlerweile seien die Bestände wieder aufgefüllt (die Krankheit verlief für die Tiere tödlich) und die Tiere mit dem neuen wirksamen Impfstoff immunisiert. "Ich bin froh, dass alle Mitglieder im Verein diesen Schritt mitgegangen sind." Auch wenn der Preis des neuen Impfstoffes viel höher liege als der des alten. "Hier begegnen wir wieder einem gesellschaftlichen Problem, dass mit einer Notlage Geld verdient wird", kritisiert Großberger.

Vielfalt begeisterte die Veranstalter

Dass die überregionale Kaninchenausstellung am vorigen Wochenende in Elsterberg so bunt und vielfältig an Rassen war, freute den Vorstand, der in Elsterberg auch als Ausstellungsleiter fungierte. Immerhin konnte man 192 Tiere präsentieren. Voriges Jahr musste man mit 123 auskommen. "Wichtig ist uns der Kontakt zu anderen Vereinen und dass man als Züchter zusammenhält, es ist ein gegenseitiges Nehmen und Geben. Wir sind ja alle Nachbarn." Damit ist der Kontakt zu den thüringischen Züchtern gemeint; es waren Vereine aus Berga, Greiz-Irchwitz und Langenwetzendorf vertreten. Eingeladen waren auch Züchter aus den Vereinen Limbach, Neundorf, Pausa und Treuen. Erstmals stellten zwei Züchter vom Brockauer Verein aus.

Dabei stimmte auch der Erfolg, die Qualität: "Wir haben 23 Tiere mit dem Prädikat "vorzüglich", sagt Mario Großberger. "Das ist schon außergewöhnlich." Er selbst wurde zusammen mit Ehefrau Eileen mit dem Wanderpokal für drei Tiere geehrt, die man selbst zur Bewertung aussucht. Mit nach Hause nehmen konnten die Großbergers auch den Vereinspokal für die beste Zuchtgruppe mit vier Tieren. Gezüchtet wird die Rasse Havanna. Tochter Chiara indes haben es sogenannte Schlappohrhasen angetan. "Ich züchte meinen eigenen Hasen", sagt die Zwölfjährige. Das ist die Rasse Zwergwidder. Weiterhin kümmert sich die Schülerin noch gerne um ihre Meerschweinchen.

Zum ersten Vereinsmeister wurde Gerhard Reißmann mit seinen Hasenkaninchen geehrt. Die Rasse sieht in ihrer schlanken Statur Feldhasen ähnlich und nennt sich tatsächlich so. Als zweiter Vereinsmeister wurde Roland Zeller mit den drei Rassen Thüringer, Zwergwidder schwarz und Zwergwidder weiß Rotauge, gekürt.

Vereins-Neuling ist auch mit dabei

Neu im Elsterberger Kleintierzuchtverein S 136 Elsterberg e.V. mit derzeit 20 Mitgliedern ist Lea Sophie Knäfe aus Noßwitz. "Ich stelle zum ersten Mal aus", berichtete die 13-Jährige und zeigte stolz ihre Kaninchen der Rasse Alaska. Zur Ausstellung half sie an der Tombola aus. Warum sie in den Kaninchenzüchterverein eingetreten ist" "Ich kam durch meinen Mutti und durch meinen Opa dazu." Er hatte die gleiche Rasse gezüchtet. Nun kümmert sich die Schülerin mit ihrer Mutti um die Langohren. Zugleich liebäugelt sie mit einer weiteren Kaninchenrasse. Tierlieb ist sie auch sonst. "Zu Hause haben wir auch Hühner, Katzen und Wachteln." Im Verein gefällt es Lea Sophie. Ob Ausfahrt, Versammlung oder wie jetzt die Ausstellung. Gute Aussichten für den Elsterberg Kleintierzuchtverein und alle Mitstreiter.

Die wichtigsten Ehrungen

Den Wanderpokal erhielten Mario und Eileen Großberger für ihre Havanna-Kaninchen (drei Tiere).

Den Vereinspokal für die beste Zuchtgruppe mit vier Tieren wurde ebenfalls Mario und Eileen Großberger für ihre Kaninchen der Rasse Havanna zuerkannt.

Vereinsmeister wurde Gerhard Reißmann mit seinen Hasenkaninchen.

Vereinsmeister wurde Roland Zeller mit den drei Rassen Thüringer, Zwergwidder schwarz und Zwergwidder weiß Rotauge.