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2,4 Millionen Euro für Plauener Hochwasserforschung

Forschung Neues Team geht gegen vermehrte Überschwemmungen vor

Plauen. 

Plauen. Die Zahl der Überschwemmungen ist in Sachsen stark gestiegen. Im Vogtland traf es Ortschaften wie Weischlitz und Straßberg oder Städte wie Oelsnitz und Adorf, um nur einige zu nennen. In Plauen formierte sich am Montag eine Mannschaft von Wissenschaftlern. Diese wird unter Federführung der M&S Umweltprojekt GmbH ein Forschungsvorhaben vorantreiben, das den Menschen mehr Schutz vor dem Wasserdurchbruch bieten soll. Es geht konkret um die "Stabilitätserhöhung von Hochwasserschutzdämmen.

Der Projektumfang beträgt rund 2,4 Millionen Euro für einen Zeitraum von drei Jahren", bestätigt Prof. Dr. Bernd Märtner. Der M&S-Geschäftsführer hat in seinem Haus unter anderem die Mikrobiologin Isabel Schulze an die Projektspitze gestellt. Ziel ist die "Entwicklung eines Vorhersagesystems für Deichbrüche auf Basis experimenteller und mathematischer Modelle unter Berücksichtigung von Niederschlag und Vegetation bei sich ändernden Klimabedingungen sowie von umweltgerechten bautechnischen Lösungen zur Ertüchtigung vorhandener Dämme und Deiche", lassen die Akteure wissen.

Die versuchspraktische Bauausführung hat dabei das Unternehmen WTU in Weischlitz übernommen. WTU-Kalkulator Wolfram Demuth betont: "Wir werden mit den Projektpartnern versuchen, die wissenschaftlichen Erkenntnisse bautechnisch zu nutzen, um besseren Hochwasserschutz zu erreichen." Begleitet wird das Projekt durch die TU Dresden und das Forschungsinstitut KSI. Damit wird ein größeres von der SAB gefördertes Forschungsprojekt nicht in Dresden, Leipzig oder Chemnitz, sondern in Plauen angesiedelt. Eingesetzt hatte sich dafür der Landtagsabgeordnete Frank Heidan (CDU), der zur Projektgruppe gehört.



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