220 Mitglieder sind hier zu Hause

Jubiläum Der Breitensport vereinigt die Generationen in Weischlitz seit 1912

Der TSV Weischlitz feiert an diesem Wochenende sein 100-Jähriges. Dieses Jubiläum allein wäre schon ein Grund, den Turn- und Sportverein groß ins Bild zu rücken. Doch eigentlich ist diese Gemeinschaft für den Ort und die Umgebung so ungemein wichtig, weil hier 220 Menschen dem Breitensport frönen. An der Spitze des Vereins ziehen Jens Gruchot und Ehefrau Colette an einem Strang. Der 44-Jährige gehört seit 1982 hier dazu, 1990 wurde er als junger Mann bereits Trainer und inzwischen machen auch Sohn Sören sowie Nichte Clara im riesigen Trainer- und Betreuerstab mit. Wie einen Familienbetrieb führt der Unternehmer den Turn- und Sportverein mit seinen elf Abteilungen. Das kommt an bei den Leuten. Spiel und Spaß sorgen für gute Laune, ständig kommen Neueinsteiger. "Kinder, die gerne zum Schnuppertraining kommen möchten sind montags, 17.30 Uhr in der Sporthalle Weischlitz willkommen", lädt Jens Gruchot ein. Es empfiehlt sich, zuvor kurz telefonisch (037436-83903) anzurufen. Gerne gesehen sind auch alle anderen Semester. Die außergewöhnlich gute Arbeit wurde erst kürzlich mit dem Bürgerpreis der Sparkassen-Stiftung gewürdigt. Und am Samstagabend (3.11.) erhofft sich der TSV zur großen Sportgala 400 Gäste. Die Sporthalle betreibt der Verein übrigens im Auftrag der Gemeinde und dort ist wirklich pausenlos Trubel. Schon heute möchte der TSV herzlich für den 25. November einladen. Dann spielt das Jugend-Sinfonieorchester des Vogtlandkonservatoriums Plauen. "Die Veranstaltung beginnt 17 Uhr, der Eintritt ist frei, wir hoffen aber auf kleine und große Spenden", informiert Jens Gruchot. Wo die Aktiven in Weischlitz einst turnten? "Sportstätte war das Laneckhaus, dort wurde bei gutem Wetter auf der grünen Wiese auf selbst gebauten Sportgeräten geturnt. Hier fand 1912 das erste Turnfest statt", hat Jens Gruchot herausgefunden. Auf Grund des nahenden Winters wurde dann der Sportbetrieb in den Gasthof Elstertal verlegt. Und 1913 wurde ein Sportplatz auf dem jetzigen Gelände des Christlichen Vereins Junger Menschen in der Wiesenburg notdürftig angelegt. So fing alles an.