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40.000 weitere Corona-Schnelltests fürs Vogtland

Videokonferenz Zweites Impfzentrum kommt - Inzidenzwert liegt bei 232

Plauen. 

Plauen. Michael Kretschmer (CDU) hat sich am Dienstagabend in einer kurzfristig anberaumten Videokonferenz an das Vogtland gewandt. Der Livestream wurde aktuell unter der Internetadresse https://youtu.be/yShT29fCn2k auf dem Youtube-Kanal des Ministerpräsidenten öffentlich übertragen und kann auch in den kommenden Tagen noch angesehen werden. Die Region "genießt" derzeit höchste Priorität, weil die Corona-Inzidenzwerte im Vogtland (laut RKI am 2. März: 232,3) deutlich über dem Sachsenwert (81,2) liegen. Die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Petra Köpping (SPD), informierte: "40.000 weitere Schnelltests werden für das Vogtland bereitgestellt. Es wird ein zweites Impfzentrum im Vogtland eingerichtet."

Vogtländische Bürgermeister haben zweites Impfzentrum gefordert

Auf Nachfrage ließ Plauener Sozial-Bürgermeister Steffen Zenner wissen: "Diese Information ist mir noch nicht bekannt, aber ich freue mich sehr und hoffe, dass Plauen als Standort festgelegt wird." Dem BLICK hatten die Bürgermeister der Städte Oelsnitz, Plauen, Elsterberg, Rosenbach, Weischlitz und Pausa-Mühltroff geschrieben, dass sie sich für die Schaffung einer zusätzlichen stationären Impfnebenstelle in Plauen einsetzen. In dem Schreiben heißt es: "Es wurde entschieden, dass Bürgermeister Steffen Zenner ein persönliches Schreiben an Frau Staatsministerin Petra Köpping verfassen soll, den alle Bürgermeister gemeinsam befürworten und unterschreiben werden. In dem Schreiben soll auf die prekäre Situation im Vogtland hingewiesen werden, dass zum Beispiel gerade bei dem sensiblen Thema der regionalen Impfangebote eine große Unzufriedenheit bei der vogtländischen Bevölkerung herrscht."

Fast 10.000 Corona-Schnelltests durchgeführt

Landrat Rolf Keil teilte mit, dass im Vogtlandkreis an den letzten beiden Tagen fast 10.000 Corona-Schnelltests durchgeführt und dabei 43 positive Covid19-Ergebnisse registriert wurden. Rolf Keil stellte fest: "Der Massenansturm in den 19 Schnelltestzentren sorgte für Aufruhr. In zwei Tagen aber werden die Schlangen weg sein, wenn der Ansturm nachgelassen hat. Wir haben zudem die Schließungen der Kindertagesstätten und Schulen beschlossen. Die Begeisterung darüber hielt sich ebenso in Grenzen, das ist klar." Als Gast wurde Boris Palmer, Oberbürgermeister der Stadt Tübingen, in der Konferenz zugeschaltet. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Landkreis beträgt in Tübingen aktuell 40,0. OB gab ausführliche Hinweise und Anregungen.

Thomas Hennig ruft zur Geschlossenheit auf

Zu Wort kamen viele Politiker und IHK-Funktionäre aus dem Vogtland. Klingenthals Bürgermeister Thomas Hennig hofft auf Geschlossenheit und er appellierte an alle Verantwortungsträger: "Wir müssen im Vogtland alle Menschen mitnehmen. Der Unmut ist groß." Weil im grenznahen Nachbarland Tschechien stellenweise die Inzidenzwerte auf über 1.000 geklettert sind, schwappen die Infektionen durch Berufspendler immer wieder ins Vogtland. Deshalb soll nun angestrebt werden, dass im Vogtland schneller geimpft wird und dass auch auf tschechischer Seite verstärkt Impfmaßnahmen durchgeführt werden. Angekündigt wurde zudem eine Schnelltest-App fürs Handy.



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