5.000 Bürger protestieren

Asylpolitik Immer mehr Demonstranten schließen sich Bürgerbewegung an

An 5.000 Menschen vorbeischauen kann keiner. So fand die jüngste Sonntags-Demonstration in Plauen auch überregional Gehör. Die Initiative "Wir sind Deutschland, nur gemeinsam sind wir stark!" ist augenscheinlich zu einer Bürgerbewegung geworden. Warfen Außenstehende den vogtländischen Demonstranten anfangs noch rechte Gesinnung oder Panikmache vor, so erkennt sich inzwischen der Querschnitt der Bevölkerung auf dem Altmarkt wieder. Das wurde vor allem deutlich, als Jens Heinritz die Frage stellte "Weshalb soll ich noch für ARD und ZDF bezahlen?" Immer öfter beschweren sich die Menschen über öffentlich-rechtliche Medien, die das Thema Flüchtlingsdiskussion scheinbar einseitig darstellen. "Das Volk denkt anders. Unsere Regierung und das vermeintliche Staatsfernsehen leben in einer Parallelgesellschaft", glaubt Demo-Teilnehmerin Maritta Wohlrab. Wer den sechs Rednern und dem Beifallsbarometer aufmerksam zuhörte, dem ist klar: Die Menschen fürchten sich vor der Invasion Asylsuchender und Wirtschaftsflüchtlingen, die auch im Vogtland an einigen Stellen einen Dauernotstand ausgelöst haben. Die Bürger fürchten sich auch vor Kriminalität und sie fühlen sich allein gelassen. Eine positive Grundhaltung gegenüber Ausländern war zu vernehmen.

Unter den Teilnehmern waren auch Unternehmer, Führungskräfte aus der Wirtschaft sowie Eltern, die ihre Kinder dabei hatten. Die 5.000 Teilnehmer forderten die Kommunalpolitik auf, vor ihnen zu sprechen und sich zu positionieren. kare