5:2! Auerbach düpiert Nordhausen

Fußball Mit diesem Ergebnis hatte nun wirklich keiner gerechnet

Auerbach. 

Auerbach. Als Favoritenschreck der Regionalliga fühlen sich die Göltzschtal-Fußballer pudelwohl. Der VfB Auerbach hat mit Wacker Nordhausen den nächsten Großen der Liga bezwungen. Dabei starteten die Vogtländer gar nicht gut. "Wir sind gleich in Rückstand geraten, weil ich nicht sofort auf der Höhe war. Das 0:1 war mein Ding", übte Torwartrückkehrer Stefan Schmidt Selbstkritik. Nach acht Minuten versenkte Lucas Scholl einen Freistoß genau im oberen rechten Winkel. Keiner im VfB-Stadion machte in Schmidt den "Schuldigen" aus, weil der ruhende Ball wirklich gut getreten war. Doch der lange verletzte Keeper widersprach: "Den muss ich halten!" Sei es drum. In der Folge waren die Gäste zunächst überlegen, aber Auerbach verhinderte das zweite Gegentor und drehte die Partie, um am Ende vollkommen verdient mit 5:2 (3:1) zu gewinnen.

Aucherbach stürzt Nordhausen in die Minikrise

Amer Kadric (31.), Thomas Stock (38.) und Marc-Philipp Zimmermann (39.) sorgten für die Auerbacher Halbzeitführung. Dann landete der Rettungsversuch des Nordhäusers Maurice Pluntke (59./Eigentor) nach überragender Vorarbeit von Marcel Schlosser im eigenen Kasten zum 4:1. Wacker-Schütze Joy-Lance Mickels (61.) verkürzte zwei Minuten später zwar noch auf 4:2. Doch der Auerbacher Marcel Schlosser (87.) machte vor 510 Zuschauern den Deckel drauf. Die Gastgeber konnten ihr Glück im Abstiegskampf kaum fassen. Denn die Gäste gehörten bis vor vier Wochen noch zu den Topfavoriten der Liga. Der FSV Wacker Nordhausen verspielte bei Lok Leipzig (3:4) und gegen Energie Cottbus (1:2) die mögliche Tabellenführung. Hätte Nordhausen diese Begegnungen gewonnen, wäre die Elf von Trainer Heiko Scholz als Erster nach Auerbach gekommen. Stattdessen schlitterten die Wackeraner in eine Minikrise. Denn dem Auftritt im Thüringenpokal beim SV Altengottern - wo man mit Ach und Krach beim Landesklassisten erst kurz vor Ende der Verlängerung mit 3:1 gewann - folgte nun das 2:5 in Auerbach.

Jetzt kommen zwei ganz wichtige Spiele

VfB-Trainer Sven Köhler stellte in der Pressekonferenz klar: "Wir waren so effektiv wie noch nie. In der ersten Hälfte ist das Spiel gekippt, als wir drei Tore auf einmal geschossen haben. In der zweiten Halbzeit haben wir zu den richtigen Momenten die Tore gemacht. Wir wissen, dass wir heute das Quäntchen Glück hatten, aber das gehört im Fußball auch dazu." Auerbach muss am kommenden Sonntag bei Chemie Leipzig antreten. Spielbeginn ist 13.30 Uhr. Das nächste Heimspiel bestreiten die Drei-Türme-Städter dann am 2. November, 13.30 Uhr, gegen den SV Babelsberg. "Die beiden nächsten Gegner stecken genau wie wir im Abstiegskampf. Es ist wichtig, dass wir in beiden Partien etwas Zählbares verbuchen. Denn so würden wir den überraschenden Sieg gegen Nordhausen vergolden", hofft VfB-Schlussmann Stefan Schmidt auf weiteren Punktezuwachs.