50 Jahre Karat: Ostrock-Legenden feiern Bandjubiläum im Plauener Parktheater

Fans erleben magische Momente mit lyrischen Meisterwerken

Plauen

Als der Song "König der Welt" das Plauener Parktheater mit majestätisch erhabenem Klang flutete, schlugen die Herzen der Fans höher. Es war das emotionale Finale des Ostrock-Krachers "50 Jahre Karat". Erstmals in dieser Saison war die Parkbühne im Plauener Stadtpark rappelvoll. Vor dieser Kulisse fühlte sich Band-Frontmann Claudius Dreilich sichtlich wohl. "Ihr habt 'ne tolle Bühne", rief er zur Begrüßung in die Menge.

Vom "Schwanenkönig" über "Sieben Brücken" bis "Blumen aus Eis"

Als der "Albatros" seine Schwingen über dem Parktheater ausbreitete, lag Magie in der Luft. So wie der freiheitsliebende Herrscher der Meere segelten die Musiker mit ihrem Publikum durch fünf bewegende Jahrzehnte Bandgeschichte. Für Gänsehautmomente sorgte das lyrische Meisterwerk "Schwanenkönig". Auch die "Blumen aus Eis" verzückte die Fangemeinde und beim Kult-Hit "Über sieben Brücken" leuchteten die Lämpchen der Smartphones unterm Parktheater-Dach.

Ostrocker verlassen Komfortzone

Die Jubilare, die sich mit Bassgitarrist Daniel Bätge und Schlagzeuger Heiko Jung vor zwei Jahren verjüngten, bewegten sich bei ihrem Auftritt nicht nur in der Komfortzone vergangener Erfolge. Neben unsterblichen Rockballaden streute das Quintett neue Titel aus dem im Februar dieses Jahres erschienenen Album "Hohe Himmel" ein.

"Gewitterregen" schlägt in der Parkbühne wie Blitz und Donner ein

Nicht überraschend war, dass an diesem Abend vor allem die älteren Stücke besonders intensiv gefeiert wurden. Das lag auch daran, dass viele reifere Semester Konzert-Tickets orderten. Die Liebesromanze "Gewitterregen" schlug im Parktheater wie Blitz und Donner ein. So manches Pärchen nahm sich in Erinnerung schwelgend mit verträumten Blicken in den Arm.

Ein leiser Moment für den Papa

In einem leisen Moment des Konzertabends erinnerte der Bandleader an seinen 2004 verstorbenen Vater Herbert Dreilich, in dessen große Fußstapfen er 2005 trat. Ihm widmete er den Titel "Mich zwingt keiner in die Knie". "Dieses Lied für Papa muss immer stattfinden. Das wird noch in 20 Jahren so sein."

Eine Geste für den Frieden

Im Karat-Kosmos durfte "Der blaue Planet" nicht fehlen - ein zeitloser Song, der angesichts vieler kriegerischer Konflikte in der Welt nichts von seiner Gültigkeit verloren hat. Am Ende des Liedes drückte der in sich gekehrte Bernd Römer seine Gitarre mit dem Peace-Zeichen für einige Augenblicke fest an seinen Körper.

 

Nächstes Jahr mit Silly feiern

Mit Silly kommt im August nächsten Jahres das nächste Ostrock-Schwergewicht ins Plauener Parktheater. Festhallen-Chef Ronny Bley hofft erneut auf viele begeisterte Fans. Der Ticketverkauf läuft bereits.

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