Alle 38 Stunden macht eine Apotheke dicht

Umfrage Bevölkerung ist unzureichend über Rückgang der Apothekenzahl informiert

Plauen. 

Plauen. "In Deutschland gibt es schon heute weniger Vor-Ort-Apotheken als im Durchschnitt der Europäischen Union. Die Zahl der Vor-Ort-Apotheken ist mit 19.748 auf dem tiefsten Stand seit fast 30 Jahren." Mit dieser Nachricht meldete sich jetzt die NOWEDA-Apothekergenossenschaft.

Apotheke im Wohnort ist wichtig

Demnach bescheinigt nun eine repräsentative GfK-Umfrage, dass der starke Rückgang der Apothekenzahl weitgehend unbekannt ist. "Deutschlands Bevölkerung ist unzureichend über den Rückgang der Apothekenzahl informiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung, die von der NOWEDA-Apothekergenossenschaft in Auftrag gegeben wurde", teilt Genossenschafts-Sprecherin Tanja Kahlert mit. Die bundesweite, repräsentative Umfrage ist zum Ergebnis gekommen: "90,4 Prozent der Befragten ist nicht bekannt, dass es in Deutschland weniger Apotheken gibt als im Durchschnitt der EU", heißt es in der Auswertung. Dass durchschnittlich in den letzten drei Jahren alle 38 Stunden eine Apotheke geschlossen hat, ist 90,7 Prozent nicht bewusst. 91,8 Prozent der repräsentativen Befragungsgruppe wussten nicht, dass sich die Anzahl der Apotheken in Deutschland auf dem tiefsten Stand der letzten drei Jahrzehnte befindet.

Im Notfall oder Krankheitsfall eine Apotheke in erreichbarer Nähe zum Wohnort zu haben, wurde innerhalb der GfK-Umfrage von 97,9 Prozent der Befragten als sehr wichtig beziehungsweise wichtig erachtet. Zwei Drittel der Befragten wussten nicht, dass Versandapotheken starke Schmerzmittel zum Beispiel für Krebspatienten, nicht versenden dürfen und diese nur in Vor-Ort-Apotheken erhältlich sind. Mehr zum Thema in den nächsten Tagen im BLICK.