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Corona-News

Alle Ampeln auf grün: Oberlosa für Neustart bereit

Sport Beim SV 04 Oberlosa wird täglich gearbeitet und trainiert

Plauen. 

Auch beim SV 04 Plauen-Oberlosa sorgt das fortwährende Mannschaftssportverbot für Trübsal. Die Coronapandemie platzte mitten hinein in den Aufschwung, in dem sich die Schwarz-Gelben seit 15 Jahren befinden. "Die ursprünglichen Ziele kann man natürlich nicht erreichen, wenn Zeit- und Wettkampfpläne genauso zuverlässig sind wie ein Lotto-Tippschein", betont Christian Huster. Die Hand- und Volleyballer sind von der Politik genauso zum "Nichtstun" verdonnert worden wie die Tanzabteilung mit ihrer wachsenden Faschingsgemeinschaft. Ursprünglich wollte der SV 04 Oberlosa in den drei Sparten seine Mitgliederzahl weiter steigern. Zumindest aber ist die Sportgemeinschaft mit ihren 717 Vereinangehörigen im Gegensatz zu vielen anderen Klubs in Deutschland nicht geschrumpft. Stabil schätzt Schatzmeister Maik Helten das Sponsorenaufkommen ein. Allerdings kann der Verein die wirtschaftliche Lage der Geldgeber nicht beurteilen. Im Moment kommt die kaufmännische Bestandsaufnahme der vogtländischen Wirtschaft einem Wetterbericht gleich. Länger als zwei Wochen kann man kaum etwas zuverlässig prognostizieren. Erfreuliches hat Vereins-Chef Prof. Dr. Bernd Märtner zu verkünden: "Wir haben zwei neue Sponsoren gewinnen können. Die Unternehmen Auto Müller und Gealan! Wir begrüßen die Genannten ganz herzlich in unserer Sponsorenfamilie."

Veranstaltungsplan für 2021 steht

Übrigens wird beim SV 04 Oberlosa derzeit trotz Sportverbot täglich gearbeitet. Zum Beispiel steht der Veranstaltungsplan für 2021. Aufgrund der aktuellen Unwägbarkeiten macht es zwar noch keinen Sinn, die geplanten Termine zu veröffentlichen. "Aber wir haben nach vierstündiger Beratung einen Haushaltsplan beschlossen, der ab sofort gilt. Alle Ampeln stehen auf Grün. Sobald wir wieder dürfen, legen wir los", verspricht Bernd Märtner. Für die Fitness im Verein sorgt zum Beispiel Nachwuchsleiter Iven Wunderlich, der wie viele andere von einem Online-Training zum nächsten sprintet. Auch wenn die digitalen Bewegungsangebote natürlich die Trainer und Spieler in den weiblichen und männlichen Altersklassen nerven: "Es geht derzeit nicht anders", bitten die Verantwortlichen, weiter diszipliniert ranzuklotzen.

Auch die Handballer sind im Home Office

Übrigens sind auch die Oberliga-Handballer vom SV 04 Oberlosa derzeit im Home Office. Das Präsenztraining der 1. Mannschaft wäre rechtlich zwar möglich, blieb jedoch aufgrund des Infektionsgeschehens die absolute Ausnahme. Die Trainingseinheiten werden stattdessen auch hier online abgehalten beziehungsweise per Trainingsplan absolviert. Der Tabellenführer strebt genau wie der Gesamtverein eine Vorwärts- und Weiterentwicklung unter schwierigsten Bedingungen an. Denn Oberlosa würde gerne in die 3. Liga aufsteigen. Dazu muss bis zum 30. Juni 2021 die Hinrunde der Saison 2020/21 zu Ende gespielt werden, wenn es zur Wertung der Meisterschaft kommen soll. "Im Moment sind sechs Spieltage der laufenden Saison gespielt. Es müssten also noch mindestens zehn Spieltage absolviert werden", hat Manager und Torwart Carsten Klaus in seinen Sponsoren- und Mitgliederbrief geschrieben. Der Mann hat Humor: "Ganz nebenbei sei erwähnt, dass wir seit Zugehörigkeit in der Mitteldeutschen Oberliga das erste Mal inoffizieller Herbstmeister geworden sind."

Der Tabellenführer will aufsteigen

Die Ansage des SV 04 ist deutlich: "Der aktuelle Tabellenplatz ist eine große Motivation, sich für den Wiederbeginn so richtig reinzuhängen", stellt Carsten Klaus klar. Die Männer absolvieren derzeit einen für den Handballsport programmierten Heimtrainingsplan, bestehend aus zwei Kraft- sowie zwei Lauf- beziehungsweise Ausdauereinheiten. "Zusätzlich treffen wir uns einmal in der Woche zu einem virtuellen Zoom-Workout, wo wir gemeinsam Mobility- und Kraftübungen durchführen. Ich bin guter Dinge, sollten die Zeichen auf Neustart der Liga stehen, dass wir gut gewappnet sind und weiterhin erfolgreich sein werden", schickt Carsten Klaus auch im Namen von Cheftrainer Petr Hazl und Assistent Richard Wander an alle Fans, Freunde und Interessierten. "Hoffen wir, dass wir bald wieder in den Wettkampf starten dürfen. Sie dürfen sicher sein, wir arbeiten bereits jetzt hart dafür", beschließt der Manager sein Schreiben.



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