Alle Programme fallen bis auf Weiteres aus: Diese Freizeiteinrichtung im Vogtland kämpf mit großer Problemen

Ärger vor den Winterferien: Rodewischer Planetarium bleibt vorerst zappenduster

Rodewisch

Sternwarten-Leiter Olaf Graf und sein Team haben aktuell mit irdischen Problemen zu kämpfen. Kurz vor den Winterferien ist der Sternenhimmel im Planetarium zappenduster. Grund ist eine implodierte Projektoren-Lampe.

Weil kein Ersatz aufzutreiben ist, fallen alle Programme bis auf Weiteres aus.

Ersteigerte Ersatzteile offenbar ein Risiko

Vor fast zehn Jahren wurde die damals neue Fulldome-Technik eingebaut. Weil der Hersteller seine Produktion einstellte, mussten adäquate Ersatzteile über ebay ersteigert werden. Wie sich zeigte, sind die Ersatzlampen offenbar ein Risiko.

Derweil ist der beschädigte Beamer bei der Firma Zeiss in Reparatur. Wann er den Weg zurück ins Vogtland findet, ist ungewiss.

Ersatz-Projektor aus England auf dem Weg

Zwischenzeitlich suchten die die Rodewischer im Internet nach einem zusätzlichen Ersatz-Projektor. Der wird nun aus England erwartet. Allerdings müssen von Zeiss noch Anpassungen vorgenommen werden, verriet Graf. Schon jetzt ist klar, dass es in der ersten Ferienwoche mit Sicherheit keine Vorstellungen geben wird. Sobald die Sterne unterm künstlichen Himmelzelt wieder leuchten, wird die Öffentlichkeit auf der Internetseite der Sternwarte informiert.

Improvisation ist keine Dauerlösung

Nach Einschätzung von Graf könne diese Art von Improvisation nicht ewig so weiterbetrieben werden. "Das ist keine Dauerlösung." Der Ärger darüber, dass in den Winterferien vermutlich nichts geht, ist groß. "Das ist unsere besucherstärkste Zeit", verriet der Leiter. Um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, müsse perspektivisch in die Technik investiert werden.

Himmelsbeobachtungen möglich

Trotz der Ausfälle im Planetarium wird bei günstigem Wetter immer freitags 20 Uhr zu den Himmelsbeobachtungen eingeladen. Besuchern stehen verschiedene Teleskope auf der Beobachtungsplattform der Sternwarte zur Verfügung. Der Eintritt kostet vier Euro.

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