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Alltag der Straßenwärter: Windeln, Schrott und Reifen

Autobahnmeisterei Die Mitarbeiter finden schon so manche Überraschung

Plauen/Vogtland. 

Plauen/Vogtland. Die Straßenwärter der Plauener Autobahnmeisterei legen in ihrem Revier besonderes Augenmerk auf den Fahrbahnzustand, Grünstreifen und Brücken. Der etwa 60 Kilometer lange Abschnitt zwischen dem Dreieck Hochfranken an der sächsischen Landesgrenze und der Anschlussstelle Zwickau-Ost birgt so manche Überraschung.

Während der Kontrollfahrten finden die Mitarbeiter Dinge, die da nichts zu suchen haben. Meisterei-Chef Dirk Jöchel kann ein Lied davon singen. "Wir finden mit Urin gefüllte Flaschen, Säcke mit Windeln, Bauschutt und jede Menge Reifen. Das ist der Normalzustand." Zum kürzlich stattgefundenen Tag der offenen Tür präsentierte Jöchel den Besuchern weitere diverse Fundsachen. Die neugierigen Gäste entdeckten unter anderem Schuhe, Reifen, einen verrosteten Kerzenständer, eine demolierte Satellitenschüssel, Teile von LKW-Aufbauten sowie ein intaktes Fahrrad.

Gaffer sind ein großes Problem

"Das haben wir auf dem Seitenstreifen bei Treuen gefunden", verriet Jöchel. Der Besitzer könne sich das Rad abholen. Allerdings glaubt der Meisterei-Chef nicht daran, dass sich jemand meldet. Das Befahren der Autobahn mit dem Fahrrad sei schließlich streng verboten. Einfach stehengelassene Autos auf den Parkplätzen seien ebenfalls keine Seltenheit. Zur Mannschaft gehören 30 Mitarbeiter. Viel Wert legt der Meisterei-Chef auf gut ausgebildeten Nachwuchs. Aufgrund der besonderen Sicherheits-Anforderungen sei der Beruf nicht für jeden geeignet. "Träumer sind bei uns fehl am Platz."

An der A 72 nehme der Verkehr ständig zu. Auffallend seien die häufig nicht eingehaltenen Sicherheitsabstände sowie Raser. Die Beräumung von Unfallstellen gehört ebenfalls zum Aufgabengebiet des Personals. Bei solchen Ereignissen stellten Gaffer immer noch ein großes Problem dar. "Das gibt uns zu denken." Das Verhalten bei der Bildung einer Rettungs-Gasse habe sich laut Jöchel gefühlt verbessert. "Die angedrohten Strafen bei Verstößen scheinen Wirkung zu zeigen."



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