Alte Eichen sollen in Mißlareuth gefällt werden

Umweltschutz Naturschützer schlagen Alarm wegen Pläne des Landestraßenbauamtes und des Ortes

Mißlareuth. 

Mißlareuth. Der Gedanke zur Neugestaltung des Ortbildes kam in Mißlareuth mit dem Plan des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr in Dresden, die Durchfahrtsstraße im Ort 2021 grundhaft auszubauen. Es geht dabei um die Staatsstraße S 287. "Wir sehen den Straßenbau als Chance, das Ortsbild von Mißlareuth neu zu machen", sagt Ortsvorsteher Steffen Oheim. Ein Architekt stellte die Pläne jüngst zur Bürgerversammlung im Ort vor.

Was nicht allen Mißlareuther Bürgern gefällt ist, dass Bäume an der Straße geopfert werden sollen. Franz Grossmann vom Landesamt: "Die Fällung zweier Bäume ist nötig und wird veranlasst durch die Tieferlegung der Fahrbahn und den angrenzenden Gehwegbau. Ersatzpflanzungen sollen mit der Gemeinde abgestimmt werden." Im Dorf wird über weitere Fällungen nachgedacht. Neben den beiden Eichen stehen zwei Eschen. "In die eine hatte der Blitz eingeschlagen", so Steffen Oheim. Man müsse die Bäume begutachten lassen. Wenn eine Esche wegkomme, würde es nicht gut aussehen, wenn eine einzelne stehen bleibe. "Wir haben jetzt die Möglichkeit, etwas Neues zu machen." Neue, durchaus größere Bäume als Ersatz wären denkbar. "Es ist noch keine Entscheidung getroffen", so Daniel Hellfritzsch von der Bauverwaltung im Weischlitzer Rathaus. Er könne sich vorstellen, dass ein Gutachter die Bäume anschaut. Die Fällung müsse dann abgewogen werden. Christine Hofmann und Sohn Daniel Hofmann, die in Mißlareuth wohnen, wollen es nicht so hinnehmen, dass alle alten, mächtigen Bäume im Ortskern gefällt werden sollen und haben sich deshalb Rat bei Naturschützern gesucht. Thomas Hohl und Kathrin Bianga von den Grünen sowie Volkmar Ihle, Vorsitzender der BUND Regionalgruppe Vogtland schauten sich vor Ort um. "Die Bäume sind kerngesund. Sie prägen das Ortsbild", so Thomas Hohl. Es wäre schade, sie zu fällen. Er habe kein Verständnis dafür. So sieht es auch Kathrin Bianga, die Bäume würden im Ortsbild fehlen. Ihle: "Ersatzpflanzungen würden erst in 30 bis 40 Jahren die Größe der jetzigen Bäume erreichen." Man könne aber erst etwas gegen geplante Baumfällungen unternehmen, wenn die Planung steht.