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Angst und viele Fragen

Asylpolitik Menschen im Vogtland wollen wissen, was Politiker vorhaben

Ein Vierteljahrhundert nach Ende des Maulkorbs und der DDR-Diktatur haben die Menschen im Vogtland Angst. Nicht vor den Ausländern selbst. Es ist die Masse der Flüchtlinge, die unkontrolliert nach Deutschland drängt. Und obwohl es die Menschen dürfen, haben viele auch Angst, sich öffentlich zur Asylpolitik zu äußern. Es entsteht ein offizielles und ein inoffizielles Bild. Vor allem in Industrie und Wirtschaft schütteln die Verantwortlichen mit den Köpfen. Hinter vorgehaltener Hand berichtet dieser Personenkreis sehr intensiv von den Befürchtungen ihrer Belegschaften. Aber wehe, der Firmenname soll veröffentlicht werden. "Wenn wir mit Namen genannt werden, stehen wir sofort in der rechten Ecke", sagte am Montag eine angesehene Unternehmerin aus Plauen dem BLICK-Reporter. Hört man sich einfach auf der Straße um, erlebt man ein anderes Bild, als es einem die großen Fernsehanstalten ins heimische Wohnzimmer liefern. Die Menschen verstehen nicht, was die große Politik macht. Weshalb regelt das sonst so souveräne und oft auch sehr strenge Land diese Problematik nicht? Passant Mario Geigenmüller aus Schönheide sagte dem BLICK-Reporter: "Ich bin ein friedlicher Mensch, der gerne hilft. Eine aufgezwungene Willkommenskultur brauche ich aber nicht." Auch die kommunalen Politiker stecken in der Zwickmühle. Die Vogtland-SPD hat am Montag reagiert: "Wir führen am 28. September eine Mitgliedervollversammlung durch, um konkrete Handlungsschritte abzuleiten." kare



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