Anspruch auf Notbetreuung von Kindern erweitert

Corona-Ticker Plauen informiert über zusätzliche Angebote für berufstätige Eltern

Plauen. 

Plauen. Seit 18. März sind die Schulen und Kitas geschlossen. Für Kinder und Grundschüler, deren Eltern in systemrelevanten Berufen beschäftigt sind, wird eine Notbetreuung angeboten. Die Bestimmungen dazu wurden jetzt für Sachsen erweitert. Die entsprechende Allgemeinverfügung ist am Dienstag (24. März), 0 Uhr, in Kraft getreten. Über die wesentlichen Änderungen hat die Pressestelle der Stadt Plauen heute informiert.

Mehr systemrelevante Berufe

Mehr systemrelevante Berufe: Dazu gehören nun unter anderem auch Banken sowie Sparkassen, Landwirtschaft, Bergsicherung und Grubenwehren, sicherheitsrelevante IT-Infrastruktur, Binnenschifffahrt, Krankenkassen, Rentenversicherung, Sanitätshäuser, Psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten, Psychosoziale Notfallversorgung, stationäre und ambulante Hilfen der Behinderten-, Kinder- und Jugendhilfe.

Ein Anspruch auf die Notfallbetreuung liegt bei Gesundheits- und Pflegeberufen sowie der Polizei nun auch vor, wenn nur ein Elternteil (Sorgeberechtigter) in einem der genannten, systemrelevanten Berufen tätig ist.

Bei Kindeswohlgefährdung ist eine Absprache mit dem örtlichen Jugendamt notwendig, um mit dessen Zustimmung die Notbetreuung abzusichern.

Bürgermeister Zenner: Gesundheitssystem wird stabilisiert

Bürgermeister Steffen Zenner teilt mit: "Sicherlich war die in der letzten Woche durch die Stadt Plauen angestrebte Einzelfallentscheidung hinsichtlich der erweiterten Notfallbetreuung für Kinder auch ein Signal für die nunmehr getroffene Lösung. Ich freue mich, dass unser Freistaat diese Regelungslücke mit viel Sach- und Fachverstand geschlossen hat. So wird unser Gesundheitssystem in dieser Krisensituation stabilisiert!"