Arbeitsmarkt: Das Vogtland stand nie besser da

Jahresbilanz Zahl der Jobsuchenden sinkt auf 6.855 Menschen

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Foto: Thomas Schmotz

Plauen. Deutschland hat zwar noch immer keine Regierung. Aber es steht gut da. Vor allem der Jahresrückblick der vogtländischen Arbeitsagentur ist sehr erfreulich. Die Vogtländer sind fleißig! Denn die Zahl der Arbeitslosen ist von 2004 (22.076 Jobsuchende) in 2017 auf das Rekordtief von 6.855 Menschen gesunken.

Das heißt?

Vom Ausgangswert aus gesehen, sucht inzwischen nicht einmal mehr ein Drittel nach Arbeit. Gleichzeitig ist aber auch das Stimmungsbarometer im Land gefallen. Zusammen passen diese beiden Fakten eigentlich nicht. Und mit Blickrichtung Zukunft stellt sich die Frage: "Wie können wir den Bedarf an Fachkräften abdecken?"

Helga Lutz lächelt sonst vermutlich ganz bewusst nur selten während der regelmäßigen Pressekonferenzen. Die Frau provoziert nur ungern. Das ist bekannt. Diesmal aber sah man in den Augen der Arbeitsagentur-Chefin durchaus Freude.

"So etwas hätte ich nie für möglich gehalten, dass die Arbeitslosenquote mit 5,9 Prozent im Jahresdurchschnitt irgendwann einmal unter die Sechs-Prozent-Marke sinkt." 24 Jahre ist Helga Lutz mit kurzer Unterbrechung Frontfrau in Plauen. Sie hat von nun an das Problem, dass noch nie so viele freie Stellen gemeldet wurden wie zum 31. Dezember 2017.

Großteil der Arbeitssuchenden über 50 Jahre

Unglaubliche 3.100 Jobs können derzeit nicht besetzt werden. Und weil über 50 Prozent der aktuell arbeitslosen Menschen über 50 Jahre sind, wird das neue Maß an Flexibilität auf sich warten lassen. Die Hauptgründe für Arbeitslosigkeit sind: Keine Mobilität, gesundheitliche Einschränkungen, schlechte Qualifizierung. Genau diese Faktoren lassen sich jedoch kurzfristig nicht beeinflussen.