Attacke mit Vernunft!

Fußball Der VFC will es diesmal gegen Merseburg besser machen

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Erst vor vier Monaten hat Plauen zu Hause gegen Merseburg mit 1:4 verloren. Alexander Morozow (Bildmitte) und der VFC wollen es diesmal besser machen. Foto: Oliver Orgs / Pressebüro Repert

Plauen. Attacke mit Vernunft! Der VFC Plauen (2. Platz | 4:0 Tore | 10 Punkte) macht in der Fußball-Oberliga Jagd auf Spitzenreiter Bischofswerda (1. Platz | 14:3 Tore | 12 Punkte). Am Samstag empfangen die Spitzenstädter um 14 Uhr den SV Merseburg 99 (14. Platz | 1:8 Tore | 1 Punkt).

Ein Sieg ist Pflicht im Vogtlandstadion. Denn dann könnte der VFC im Fernduell auf einen Ausrutscher des Spitzenreiters hoffen. Bischofswerda hatte zuletzt in der fünften Nachspielminute gegen Sandersdorf das 2:1-Siegtor geschossen und muss an diesem Samstag zum unangenehmen SV Schott Jena. Da geht also was.

Übermut tut dem VFC gar nicht gut

Weil ein übertriebenes Bauchgefühl schon so manchen Gipfelstürmer geerdet hat, wird das Spiel am Samstag ziemlich spannend. Denn der VFC hat zwar die Tabellenspitze vor Augen, aber bei einem Tordurchschnitt von 1,0 darf der zuletzt ohnehin schon sehr kritische VFC-Anhang auch diesmal keinen Sturmlauf erwarten. Stattdessen gilt die alte Fußballweisheit, dass Meisterschaften immer in der Abwehr entschieden werden.

Das setzt natürlich ein großes Maß an Geduld voraus. Der VFC punktete so gegen Inter Leipzig (1:0), VfL Halle (0:0), Wismut Gera (1:0) und den FC Eilenburg (2:0). Nico Quade stellt vorab zudem klar: "Auch die Merseburger können richtig gut verteidigen. Die sind weit unter Wert in die Saison gestartet und haben gegen Inter Leipzig ganz unglücklich verloren", weiß der VFC-Trainer. Vorsicht ist geboten, weil die Plauener vergangene Saison beide Spiele (1:2/1:4) verloren und in der Tabelle hinter Merseburg rangierten.

Plauener melden aktuell sechs Sorgenkinder

Personell gibt es beim VFC derzeit sechs Sorgenkinder. Tim Wüstenhagen (Rotsperre) hat nach doppelter Tätlichkeit sieben Spiele Sperre bekommen, wodurch der Flügelflitzer erst ab 29. Oktober wieder durchstarten kann. Aleksandrs Guzlajevs und Dimitrios Komnos sind angeschlagen, Benjamin Keller und Nils Bauer fallen verletzt aus.

Die Rekonvaleszenten Sebastian Hauck und Silvano Varnhagen kommen in ihren Reha-Maßnahmen gut voran, werden aber erst in der Rückrunde wieder zur Verfügung stehen. Kapitän Stefan Schumann hat dagegen trotz Platzwunde am Kopf auch diese Woche voll trainiert und kann spielen.



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