Auch im Syratal stehen derzeit alle Räder still

Parkeisenbahn Menschenleere Freizeitanlage - Einmalige Situation in 61-jähriger Geschichte

Plauen. 

Plauen. Michael Hochmuth kann es kaum fassen. "So eine Situation hat die Parkeisenbahn in ihrer 61-jährigen Geschichte noch nicht erlebt. Es ist Saisonbeginn und die Sonne strahlt vom blauen Himmel. Da hätten wir jetzt die Hütte voll."

"Wir sind vorbereitet, sobald es eine Möglichkeit der Öffnung gibt"

Der Geschäftsführer der Freizeitanlage im Syratal in Plauen berichtet von Gästen, die unvermittelt vor den Türen standen und auch Anrufern, die ebenso Hoffnung hatten, dass die Parkeisenbahn vielleicht trotzdem fahren könnte. Aber Michael Hochmuth muss alle vertrösten: "Auch uns trifft die gesamte Situation sehr hart. Gerade nach der fünfmonatigen Winterpause sind die Kassen leer und alles war für den geplanten Saisonstart am 4. April bestens vorbereitet. Wann wir öffnen, wissen wir nicht."

Sämtliche Wartungsarbeiten an den Fahrzeugen der Parkeisenbahn und den Minicars wurden erledigt. Das wunderschöne Naturidyll blüht jetzt in voller Pracht auf. Wie wird es nun weitergehen? "Wir können nur sagen, dass wir vorbereitet sind, sobald es eine Möglichkeit der Öffnung gibt", betont Michael Hochmuth.

Sein Team hat bereits einen "Corona-Maßnahmenkatalog zu den Sicherheitsanforderungen" erarbeitet. So kann zum Beispiel nur jedes zweite Abteil der Parkeisenbahnwagen genutzt werden. In den Minicars fahren die Kinder allein im Auto. Bei Minigolf und Trick-Pin sind nur zwei Spieler pro Bahn erlaubt. Der Haltepunkt Festwiese, der Spielplatz und der Streichelzoo bleiben geschlossen. "Ich denke, die Menschen haben in den vergangenen Tagen und Wochen viel zum Thema Abstand und Kontaktvermeidung gelernt und gehen damit auch sehr gewissenhaft um. Dies ist eine gute Voraussetzung, wenigstens im begrenzten Umfang die Freizeitanlage öffnen zu können", sitzt Michael Hochmuth in den Startlöchern.

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