Auerbach holt im Abstiegskampf 13 Punkte am Stück

Fußball VfB Auerbach hat neuen Trainer: Sven Köhler übernimmt

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Felix Lietz (am Ball) und Stefan Schmidt (im Hintergrund) wollen auch am Samstag das VfB-Tor erfolgreich verteidigen. Foto: Marcus Schädlich / Pressebüro Repert

Auerbach. In der Fußball-Regionalliga hat der VfB Auerbach ein kleines Wunder vollbracht. Nach 13 Punkten aus fünf Spielen lüftete der Fußball-Regionalligist am Mittwochnachmittag auch das Geheimnis, wer in der kommenden Spielzeit Trainer ist.

Sven Köhler ist der neue Trainer

Dazu teilt Manager Volkhardt Kramer mit: "Wie vorangekündigt möchte der VfB Auerbach zur Neubesetzung der Trainerstelle für die neue Saison informieren. Ab 1. Juli wird Sven Köhler die Verantwortung als Trainer übernehmen.

Beide Seiten freuen sich auf die bevorstehende Zusammenarbeit, die für die nächsten zwei Jahre vereinbart wurde und hoffen natürlich gemeinsam auf einen erfolgreichen Abschluss der aktuellen Regionalligasaison 2017/18." Gleichzeitig möchte sich der Verein auch an dieser Stelle noch einmal bei Michael Hiemisch für die Zusammenarbeit in den letzten dreieinhalb Spieljahren bedanken und wünscht ihm natürlich auch eine erfolgreiche Fortsetzung seiner Trainerkarriere, heißt es.

"Micha" Hiemisch und der VfB, das passt nicht mehr

Vermutlich wird Trainer Michael Hiemisch zum vierten Mal in Folge mit dem VfB Auerbach den Klassenerhalt schaffen. "Samstag wollen wir gegen Fürstenwalde nachlegen", ist VfB-Verteidiger Felix Lietz schon ganz heiß. Der 2:0-Sieg am Dienstagabend beim SV Babelsberg war aus Sicht von VfB-Torwart Stefan Schmidt "einer der wichtigsten Siege überhaupt für uns. Denn jetzt rennen wir vor den anderen Abstiegskandidaten vorne weg", glaubt der Keeper gegen Fürstenwalde an weiteren Punktezuwachs.

Dass trotz Erfolgswelle der Trainer von Bord geht, das ist sehr ungewöhnlich. Doch das Miteinander zwischen "Micha" Hiemisch und der VfB-Sportführung, das passt nicht mehr so gut. Im Februar hatte man sich auf eine Trennung verständigt. "Wobei es kein böses Blut gegeben hat und auch nicht geben wird", betonen beide Seiten.

Diesen Siegeszug hatte keiner erwartet

VfB-Pressesprecher Marcus Schädlich räumt nach dem Siegeszug der letzten Wochen ein: "Fast könnte man in die gefährliche Versuchung geraten, den Abstiegskampf aus den Augen zu verlieren. Unser Regionalliga-Team ist derzeit in der besten Form der laufenden Saison und holt sich auch die Punkte. Nach dem wichtigen Sieg gegen Lok Leipzig am Samstag, legte das Team noch eins drauf und gewann mit 2:0 beim SV Babelsberg. Das hatte - angesichts der schwierigen Hinrunde - vor einigen Wochen keiner erwartet."

Der Schlosser nagelt und der Zimmermann köpft

Im Karl-Liebknecht-Stadion stellte der erste Treffer einen Beweis dar, dass das Selbstvertrauen zurück ist. Alexander Matterns Flachschuss aus gut 20 Metern hielt Keeper Gladrow nicht fest. Der Ball sprang Marcel Schlosser (27.) direkt vor die Füße - und der 30-Jährige hämmerte aus Kurzdistanz den Ball mit vollem Risiko unter die Querlatte. Wahrscheinlich wäre der Ball in der Hinrunde noch drei Meter übers Tor gegangen, doch nun passt alles zusammen. Marc-Philipp Zimmermann (78.) sorgte in Torjäger-Manier per Kopf für den 2:0-Knockout.

Am Samstag kommt Fürstenwalde

"Riesiges Kompliment an meine Truppe, die diese Leistung alle drei Tage abruft", klopft Michael Hiemisch seinen Jungs auf die Schulter. Doch den Abstiegskampf darf trotz dieser herrlichen Saisonphase keiner vergessen. "Wir haken das jetzt ab. Der Abstiegskampf ist nach wie vor präsent, da wir mit vier Absteigern rechnen müssen. Deswegen gehen wir nicht durch die Decke, sondern versuchen, alles zu stabilisieren." Und am Samstag nachzulegen: Dann trifft der VfB, 13.30 Uhr, im Heimspiel auf Union Fürstenwalde.