Auerbach: Momentan nicht möglich: Gemeinsam aktiv sein

Ehrenamt Krise setzt Auerbacher Selbsthilfegruppe "Aktiv gegen Depression" stark zu

Auerbach. 

Auerbach. Menschen, die unter Depressionen leiden, habe es in diesen Zeiten besonders schwer. Weil sie selbst unter dieser Krankheit litt, weiß Brigitte Mothes wie sich das anfühlt. Vor vier Jahren gründete die Auerbacherin die Selbsthilfegruppe "Aktiv gegen Depression". Gemeinsam aktiv zu sein, ist für Betroffenen momentan nicht möglich, bedauert die engagierte Vogtländerin. "Wir haben eine komplizierte Situation." Zum Kern der Gruppe gehören bis zu 15 Mitglieder, die sich normalerweise regelmäßig treffen. Momentan wird viel übers Smartphone kommuniziert. Manche der Erkrankten seien nur über Videokanal mit ihrem Therapeuten verbunden. "Das ersetzt natürlich keine echte Sitzung", weiß die Gruppenleiterin. Sie befürchtet, dass manche sehr unter dieser extremen Situation leiden und Rückfälle erleiden. "Manche haben Angst vor der Arbeitslosigkeit. Sie fragen sich, ob sie nach Corona am Arbeitsplatz überhaupt noch gebraucht werden." Ein beliebter Treffpunkt für die Betroffenen ist das Grundstück in der Auerbacher Gartenanlage "Freudental". Dort hält allerdings nur Andrea Rexa die Stellung. Sie wurde extra für über den Verein "Selbstbewusstsein" eingestellt. Gartenarbeit, Volleyball und gemeinsames Kochen schweißen die Besucher zusammen.