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Auerbach: XXL-Pendel weist Erdrotation nach

Menschen Duo erhält Bürgerpreis für spektakuläres Dauerexperiment

Auerbach. 

Auerbach. Ein "Foucaultsches Pendel" in der Größenordnung von 17 Metern sorgt in der Geschwister-Scholl-Oberschule für Aufsehen. Mit dieser Konstruktion kann ohne Bezug auf Beobachtungen am Himmel die Erdrotation nachgewiesen werden. Für dieses spektakuläre XXL-Pendel im Treppenhaus des Schulgebäudes erhielten Kay Herrmann und Dietrich Roßbach unlängst den Auerbacher Bürgerpreis. Herrmann, der an der Technischen Universität Chemnitz arbeitet und an der Auerbacher Oberschule im Fach Physik unterrichtet, lebt heute in Plauen. Er hatte die Idee. Den in Auerbach geborenen Professor war klar, dass er für die Umsetzung des Projekts einen erfahrenen Techniker und Feinmechaniker brauchte. Diesen Job übernahm Metallbauer Roßbach. Als Mitglied des Fördervereins der Bildungsstätte kennt sich der Edeltüftler im Gebäude bestens aus. Der Einbau der Technik mit dem 36 Kilogramm schweren Pendelkörper, sowie der Schwingungsebene mit Kompassrose sei sehr anspruchsvoll gewesen. Das gleichmäßige Schwingen des Pendels habe auf ihn eine sehr beruhigende Wirkung. "Es ist fast wie Meditation", sagte er bei der Preisübergabe. Für das Vorhaben stellte die Stadt insgesamt 12.000 Euro aus dem Haushalt zur Verfügung. Zusätzlich wurde der ehrgeizige Plan von Sponsoren unterstützt. Auerbachs Oberbürgermeister Manfred Deckert gratulierte dem erfolgreichen Duo. Das dauerhaft installierte Experiment verleihe der Schule ein besonderes Alleinstellungsmerkmal.



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