Auerbacher sind Landessieger beim Bundeswettbewerb "Starke Schule"

Wettbewerb 5000 Euro Preisgeld für ein gutes Gesamtkonzept

auerbacher-sind-landessieger-beim-bundeswettbewerb-starke-schule
Fin Ebert, Schülersprecherin Emily Thoß und Praxisberaterin Nadine Klier (v.l.) stehen für eine starke Schule. Foto: Thomas Voigt

Auerbach. Da kommt Freude auf. Die Auerbacher Seminarschule siegte beim Bundeswettbewerb "Starke Schule" auf Landesebene. Zum Empfang in Dresden nahmen Lehrer und Schülervertreter kürzlich die Glückwünsche von Kultusministerin Brunhild Kurth entgegen. Zudem freuten sich die Sieger aus dem Vogtland über eine Preissumme von 5000 Euro.

Schulleiter Rainer Lemoine ist baff. "Damit haben wir nicht gerechnet." Die Schule nahm zum ersten Mal an diesem Wettbewerb teil. Nun ist der Chef mächtig stolz, dass die Juroren das Gesamtkonzept der Einrichtung so gut bewertet haben. Zwei Experten aus der Wirtschaft und dem Bereich Bildung schauten sich vor Ort genau um. Pluspunkte gab es unter anderem für die Vorbereitung zur Berufsorientierung. Dafür stellte die Schule extra eine Praxisberaterin ein.

Der Weg zur Ausbildungsreife

Was 2014 als Pilotprojekt begann, ist heute ein Erfolgsmodell. Sozialpädagogin Nadine Klier ist für diesen Bereich verantwortlich. "Ab der siebenten Klasse steigen wir ein." Es geht um die Grundtugenden fürs Berufsleben. In der Seminarschule spricht man vom Weg zur Ausbildungsreife. Nach der Potenzial-Analyse und Einzelgesprächen mit Schülern und Eltern folgen später Praktika in Betrieben der Region.

Ab der Klassenstufe neun bauen Berufsberater der Arbeitsagentur darauf auf. Zudem wird ein Elternabend mit Vertretern aus der Wirtschaft organisiert. Lemoine und seine Kollegen wollen nicht im eigenen Saft schmoren. "Uns ist es wichtig, dass Eltern wissen, dass sie jederzeit mit uns reden können." Speziell für die Zehntklässler wurde zum Üben ein Bewerbertag mit Unternehmen ins Leben gerufen. Die Verbindung zur Wirtschaft geht noch weiter.

Zum Tag der offenen Tür präsentieren ehemalige Schüler regelmäßig ihre Firmen im Schulhaus. Das freut Lemoine besonders. "Über 90 Prozent von ihnen sind in der Wirtschaftsregion geblieben."