Auf dem Weg zum Wald der Zukunft

Vogtland Statt Monokultur sollen Mischwälder entstehen

Der Wald im Vogtland wird verjüngt und umgebaut. "Die Wachstumsbedingungen für die Fichte, die dominierende Baumart im Vogtland, wird immer ungünstiger", erklärt Ines Bimberg vom Forstbezirk Plauen. "Steigende Temperaturen und fehlende Niederschläge im Frühling und Sommer sorgten für Stress." Die Fichte als Flachwurzler könne sich Wasser in tiefer liegenden Schichten nicht erschließen. Auch der Abwehrmechanismus gegen Forstschädlinge wie der Borkenkäfer - verstärkte Harzbildung - funktioniere bei nicht vitalen Bäumen nicht mehr. "Die Forstleute beobachten diese Entwicklung mit Sorge. Der aktive Waldumbau hin zu standortgemäßen Baumarten hat daher auch im Forstbezirk Plauen oberstes Ziel", umreißt die Fachfrau. Damit steht fest, die Wälder der Zukunft werden artenreicher und vielschichtiger. Buchen wachsen jetzt vermehrt im Revier Mittelhöhe bei Oberpirk. "Der Wald wird verjüngt", so Revierleiter Eric Specht. Mit 4.200 jungen Bäumen als Nachbesserung. "Weil der Sommer so trocken war, sind die Bäume regelrecht vertrocknet", so der Revierleiter. Er spricht von knapp 8.000 Ersatzpflanzungen im Revier. Specht hat für 1.813 Hektar Fläche Wald in Leubnitz, Mehltheuer, Mühltroff, Pausa, Reuth, Syrau, Weischlitz und in der Gemarkung Neundorf, der dem Freistaat Sachsen gehört, die Verantwortung. Nicht nur die Buche wird im Forstbezirk Plauen gepflanzt, sondern auch Stieleiche und Weißtanne. Ferner werden Douglasie, Bergahorn, Traubeneiche, Winterlinde und auf nassen Standorten die Roterle in den Wäldern angesiedelt.