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Sachsen

Auf den Spuren von Hermann Vogel

Tipp Für Schulklassen und Hortgruppen lohnt sich Ausflug nach Krebes

Plauen/Krebes. 

Weil zu DDR-Zeiten nur die "Helden des Sozialismus" gehuldigt wurden, wäre beinahe ganz viel Schöngeist verloren gegangen. Auch im Vogtland musste die Bevölkerung erst einmal neu lernen, welche Vorfahren denn die Region prägten. Das Internetportal www.vogtland-zauber.de fragt zum Beispiel: "Kennen Sie Hermann Vogel? Selbst wenn Ihnen der Name nichts sagt, so haben Sie sicherlich schon einmal eine seiner wunderbaren Illustrationen zu Grimms-Märchen gesehen. Dem in Plauen geborenen Zeichner und Illustrator ist in seinem ehemaligen Wohnhaus in Krebes ein Museum gewidmet - das Hermann-Vogel-Haus. Es liegt in Krebes mitten im romantischen Burgsteingebiet. Dort wird erinnert an einen der bekanntesten vogtländischen Künstler." Im Kindercafé Mücke in Plauen fand man, dass sich zu dieser spannenden Geschichte ein schöner Ausflug organisieren ließe.

 

Der vogtländische Malerpoet hatte den Wald lieb

 

Und so packten Dorothee Enders und Helga Mühlmann vom Deutschen Kinderschutzbund Plauen zusammen mit den Schülern der AG Bildende Kunst und den Kids vom Kindercafé ihre Rücksäcke. Auf den Spuren des vogtländischen Malerpoeten Hermann Vogel (1854-1921) wanderte man nach Krebes, um zu sehen und auch selbst zu zeichnen. Am Grab von Hermann Vogel in Krebes nahmen alle Kinder eine Frottage der Grabinschrift "Hier ruht einer, der hatte den Wald so lieb." Zum besseren Verständnis: Bei einer Frottage wird die Oberflächenstruktur eines Gegenstandes oder Materials durch Abreiben mit Kreide oder Bleistift auf ein aufgelegtes Papier übertragen. Die Gruppe legte Blumen auf das Grab des Künstlers, der vor 100 Jahren starb. Dorothee Enders berichtet: "Im Hermann-Vogel-Haus in Krebes erwartete uns der Leiter des Vogtlandmuseums, Dr. Martin Salisch. Er erzählte über das Haus und Hermann Vogel und beantwortete gern die Fragen der Kinder. Der Fachdirektor hat im Vogtlandmuseum in Plauen (www.vogtlandmuseum-plauen.de) eine Sonderausstellung zusammengestellt. Bis zum 24. Oktober 2021 kann man in der Nobelstraße "Hermann Vogel - Zeichner & Poet" erleben.

 

Ein wunderschöner Tag im Burgsteingebiet

 

Die Kinder wanderten anschließend zur nahen Burgsteinruine. Gisela Schön vom Burgsteinverein hatte die Schlüssel und so konnte die Mittagsrast in der jüngeren Kirchenruine stattfinden. Während die Kids ihre mitgebrachten Brote verzehrten, erfuhren sie viel über die Geschichte der alten Gemäuer und freuten sich über die Sonnenblumen, die derzeit aus den Mauern wachsen. Beim Aufstieg in die ältere Kirchenruine wurden die Geschichten vertieft. Die kleinen Künstler fanden wieder Plätze zum Zeichnen und Zeit zum spielen und reflektierten gab es ebenso ausreichend. "Es war ein sehr schöner Tag", fanden Dorothee Enders und Helga Mühlmann.