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Auf Knien zum Pokal gerutscht

Wettbewerb Super-Rutscher aus Schreiersgrün liebt Geschwindigkeit

Rebesgrün. 

Rebesgrün. Mit roten Kniescheiben stand Lucas Lindner am Sonntag auf dem Siegerpodest. Der 17-Jährige wurde in seiner Altersklasse Deutscher Wasserrutschen-Meister. Er schaffte das mit spektakulärer Knie-Technik. Im finalen Lauf knackte er noch einmal seinen eigenen Rutschen-Rekord. Nach der Landung im Becken war sein Jubelschrei nicht zu überhören. Seine Fangemeinde feierte am Beckenrand mit. Beim Rutschen-Championat war es sein dritter Sieg hintereinander. Bereits am Samstag holte sich der Schüler vom Rodewischer Pestalozzi-Gymnasium auch den Sachsenmeister-Titel.

Gewinnen? Aber logisch!

"Ich liebe die Geschwindigkeit", kam es ihm kurz nach der Siegerehrung über die Lippen. Der junge Draufgänger ist Schwimm-Meister Ralf Voigtländer bestens bekannt. Sobald im Freibad Saison ist, taucht der sportliche Typ im Becken auf. Auf das Wettrutschen habe er sich gezielt vorbereitet. Für Mutter Sabine war der Sieg ihres Sohnes keine Überraschung. "Ich wusste, dass er gewinnt." Einen Plan fürs Berufsleben scheint er auch schon zu haben. "Ich will ins Hotel-Management", verriet der Super-Rutscher. Kommenden Herbst will er sich an der Studienakademie Breitenbrunn bewerben. Über diesen Typ staunten auch die Organisatoren der Veranstaltung.

Von Anfang an ist Andreas Hille dabei. Der ehemalige Skispringer der DDR-Nationalmannschaft war für die Zeitmessung und die Wettbewerbs-Protokolle verantwortlich. Jedes Jahr sagt er, dass es das letzte Mal war. In seinem Umfeld glaubt ihm das allerdings niemand. Mit dem Leiter vom Klingenthaler Sportinternat wird auch bei der nächsten Rutschen-Meisterschaft wieder fest gerechnet.



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