Aus "Harmona" wird "Weltmeister"

Information Marke produziert unter neuem Namen weiterhin Akkordeons

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Insolvenzverwalter Helgi Heumann (li.) und Interims-Manager Rainer J. Burken verkündeten in Chemnitz die guten Nachrichten. Foto: Eva Wagner

Klingenthal/Chemnitz. Eine verhaltene Freude bei den Beschäftigten des Traditionsunternehmens Harmona Akkordeon GmbH überwog ob der guten Nachricht aus Chemnitz. Die Traditionsmarke "Weltmeister" produziert weiterhin in Klingenthal.

Insolvenzverwalter Helgi Heumann: "Wir haben es geschafft. Es war eine mutige Entscheidung die Sanierung des Traditionsunternehmens anzugehen. Unser Ziel war es, das Unternehmen und eine über 160-jährige vogtländische Handwerkstradition mit einem hervorragenden internationalen Ruf als Manufaktur zu retten." Die neu gegründete Weltmeister Akkordeon GmbH hat zum 1. Oktober 2017 die Produktion und den Vertrieb der Instrumente der Marke "Weltmeister" übernommen.

Jetzt werden neue Verträge geschlossen

Die zweite gute Nachricht: Sämtliche Arbeitsplätze bleiben erhalten. Heumann und der von ihm eingesetzte Interims-Manager Rainer J. Burken haben in den zurückliegenden zwei Jahren das unersetzliche Know-how gesichert, das Unternehmen auf die veränderten Marktanforderungen ausgerichtet und damit ein ausgeglichenes Betriebsergebnis erreicht.

Rainer J. Burken: "Der Fokus liegt jetzt auf dem konsequenten Ausbau des Vertriebs. Im ersten Schritt ist es gelungen, mit einem der größten Musikhändler Mexikos einen Rahmenvertrag über die Lieferung von jährlich mehreren hundert Akkordeons abzuschließen. Ein ähnlicher Vertrag konnte kürzlich auch mit einem Partner aus Südkorea geschlossen werden."

Auch ein neues Gebäude wird es geben

Durch den kürzlichen Erwerb der vom Unternehmen angemieteten Betriebsimmobilie durch einen solventen Investor wurde ein Grundstein für den langfristigen Verbleib des Unternehmens am Standort Klingenthal gelegt. Kurzfristig erfolgt eine Teilsanierung einzelner Abschnitte. Weiterhin sollen zeitnah ein Bürotrakt und ein Zentrallager geschaffen werden. Perspektivisch gilt es auch, den Maschinenpark zu sanieren.