Aussichtspunkt, Café, Zimmer: So soll der Wasserturm in Rosenbach werden

Der Wasserturm in Syrau soll zum Beherbergungsbetrieb werden. Nach dem Denkmalschutz gibt es weitere behördliche Auflagen. Die Gemeinde Rosenbach hilft.

Rosenbach/Vogtl.

Wer ein Bauvorhaben umsetzt, weiß ein Lied zu singen von den behördlichen Auflagen. Für den Investor, der den Wasserturm zur Übernachtungsstätte mit Balkonen an den Zimmern umbauen will, geht es jetzt um Brandschutz, der gewährleistet werden muss.

Bürgermeister spricht über nächste Hürde

„Andreas Scherf ist unermüdlich und hat mit dem Denkmalschutz viel erreicht“, sagte Michael Frisch, Bürgermeister von Rosenbach, jüngst zur Sitzung des Gemeinderates.

„Jetzt geht es darum, ob wir entscheiden, ob der Turm mit einer Rettungstreppe außen verschandelt wird oder dass wir entscheiden, dass ein öffentlicher Rettungsweg möglich ist mit Aufstellfläche für eine Drehleiter.“

Gemeinde muss Wegerecht ermöglichen

Der Wasserturmbesitzer braucht dafür das Wegerecht von der Gemeinde, ihr gehören die dafür notwendigen Flächen. Um das Bauvorhaben und die Nutzungsänderung des einstigen Wasserturms zu unterstützen, sind für den Bauantrag des Investors eine Brandschutzbaulast und eine Dienstbarkeit mit Grundbucheintragung nötig, heißt es von der Gemeinde Rosenbach.

Brandschutzkonzept sieht Feuerwehrflächen vor

Das Brandschutzkonzept für den Wasserturm macht es notwendig, die Feuerwehrflächen, insbesondere für eine Drehleiter, auf den Grundstücken der Gemeinde abzusichern. Eine Zufahrt ist über die Paul-Seifert-Straße vorhanden.

Damit war klar, dass es für das Vorhaben nicht nur um planerische Ideen, sondern um ganz konkrete rechtliche Voraussetzungen geht.

Gemeinderat stimmt zu

Der Eintragung der Baulast für die Feuerwehraufstellfläche und der Dienstbarkeit für die Zufahrt stimmte der Rosenbacher Gemeinderat jetzt zu.

Nun kann Andreas Scherf eine Vermessung der Feuerwehraufstellfläche und den Notar mit der Umsetzung und Eintragung der Dienstbarkeit beauftragen.

Wasserturm ist eines der Wahrzeichen im Ort

Der Wasserturm ist neben der Drachenhöhle und Windmühle das dritte Wahrzeichen im Ort. Der Syrauer Unternehmer Andreas Scherf will dem viele Jahre leerstehenden Bauwerk neues Leben einhauchen.

Schon damit wird deutlich, warum das Projekt in Rosenbach über ein gewöhnliches Bauvorhaben hinaus Aufmerksamkeit bekommt.

Große Pläne für das historische Bauwerk

Seine Pläne sind groß, er will einen öffentlichen Aussichtspunkt und eine Übernachtungsmöglichkeit schaffen. Vier Zimmer mit zehn Betten und Bad sind angedacht.

Geplant ist auch, den einstigen Maschinenraum zum Café auszubauen.

Investor nennt seine Motivation

Seine Motivation? „Ich wollte mit dem Kauf verhindern, dass der Wasserturm verfällt.“ Und er sollte nicht in fremde Hände geraten.

„Der Turm liegt mir einfach am Herzen.“

Denkmalschutz spielte bereits eine wichtige Rolle

Nach den Worten des Bürgermeisters hat Andreas Scherf mit dem Denkmalschutz viel erreicht. Damit ist ein Teil des Weges bereits geschafft, doch beim Umbau zeigt sich nun, wie entscheidend die nächsten formalen Schritte sind.

Gerade beim Brandschutz hängt die weitere Entwicklung des Projekts an den nötigen Genehmigungen und rechtlichen Eintragungen.

Nächster Schritt für den Bauantrag

Mit dem Beschluss des Gemeinderates ist nun eine weitere Voraussetzung für den Bauantrag erfüllt. Jetzt kann die Vermessung der Feuerwehraufstellfläche erfolgen, außerdem soll die Dienstbarkeit notariell umgesetzt und eingetragen werden.

Damit ist der Weg für die nächsten Schritte bei der geplanten Umnutzung des Wasserturms geebnet.

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