Austellung in der Göltzschtalgalerie: Schreiben über Vergangenes, das nicht tot ist

Sonderausstellung 75 Jahre nach Kriegsende: Vogtländische Literaturgesellschaft präsentiert 45 Bücher

Auerbach. 

Auerbach. Frieder Spitzner hat das Ende des Zweiten Weltkrieges als Kind erlebt. Das Ausmaß der Zerstörung und die schweren Nachkriegsjahre sind beim Auerbacher im Gedächtnis geblieben. Auch 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist das Vergangene nicht tot.

In Erinnerung an die Schrecken des Krieges aus Sorge um den Frieden initiierte die Vogtländische Literaturgesellschaft Julius Mosen eine Sonderausstellung. Seit Mittwoch sind in der Göltzschtalgalerie 45 Bücher ausgestellt, die sich mit der Thematik befassen. Wer möchte, kann sich vor Ort in die Publikationen einlesen. In einer Glasvitrine sind zudem Oberflächenfunde aus der Kriegszeit ausgestellt. Sie stammen vom Rodewischer Künstler Tino Rex.

In Verbindung mit den Büchern entwickeln die Fundstücke eine unmittelbare Nähe zu den Geschehnissen von damals und den menschlichen Dramen, die sich abspielten. "Viele Autoren berichten sehr authentisch", weiß der 78-Jährige. Es sind Geschichten, die berühren. So schreibt die Autorin Renate Stoever über ihre "Flucht aus Plauen". Sie fing in den USA ein neues Leben an. Beim Gedanken an Heimatverlust, Vertreibung und Zerstörung tun sich unweigerlich Parallelen zu heutigen Konflikten in der Welt auf.

Der Vorsitzende der Literaturgesellschaft hofft, dass sich viele Besucher für die Bücher interessieren. Die Präsentation kann noch bis zum 19. April zu den Öffnungszeiten der Galerie besucht werden.