Autonomes Fahren: Behörde tritt auf die Bremse

Innovation Projektskizze des ZVV im ersten Anlauf durchgefallen

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Auerbach. Der Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) ist in Sachen autonomes Busfahren vorerst ausgebremst worden. Die Ende Februar eingereichte Projektskizze kam beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) nicht durch.

Laut ZVV-Geschäftsführer Thorsten Müller habe sie nicht den Intentionen des BMVI entsprochen. An was es konkret gelegen hat, wird derzeit noch geprüft. Der Verband hatte die Projektskizze entsprechend der Förderrichtlinie "Automatisiertes und vernetztes Fahren" gemeinsam mit dem Berliner Büro "Autobus" erarbeitet.

In der Praxis sollen vier elektrisch angetriebene Minibusse mit jeweils elf Sitzplätzen in Auerbach, Oelsnitz und Treuen sowie in der Gemeinde Bad Brambach eingesetzt werden. Es handelt sich um ein Pilotprojekt, das auf drei Jahre begrenzt ist und von Akzeptanz-Untersuchungen begleitet werden soll.

Für einen zweiten Antrag bleibt nur wenig Zeit

Nun will der ZVV einen zweiten Anlauf starten. Einsendeschluss für die nachgebesserten Unterlagen ist der 30. Juni dieses Jahres. Erst wenn die Projektskizze bei der zuständigen Behörde durchkommt, kann der Verband den eigentlichen Fördermittelantrag stellen. Nach Informationen von Müller haben alle Projektpartner großes Interesse, bei der neuen Technologie von Anfang an dabei zu sein.

Mit im Boot sitzt der Reichenbacher Verkehrsbetrieb Gerlach sowie die Westsächsische Hochschule Zwickau. Erste Fahrten mit den autonom fahrenden Bussen sind für 2018 geplant.