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Bandendieb mit gefälschter Identität gefasst

Polizei 557 Tage Haft nach Fahndungsaktion

Aus gutem Grund entzog sich am Donnerstagabend ein Mann an der Rastanlage Vogtland der A72 einer Kontrolle von Bundespolizisten. Der 36-Jährige wurde wegen schweren Bandendiebstahls und 557 Tagen Restfreiheitsstrafe gesucht und konnte schließlich von Bundespolizisten gestellt werden.

Am Donnerstag gegen 18.30 Uhr wollten die Klingenthaler Beamten einen Pkw mit ukrainischer Zulassung kontrollieren. Von den ursprünglich vier Insassen kehrten jedoch nur drei zum Fahrzeug zurück. Nach Überprüfung wurde ihnen die Weiterfahrt gewährt. Nachdem die sofortige Fahndung nach der vierten Person an der Rastanlage keinen Erfolg erzielte, bat die Klingenthaler Streife ihre Selber Kollegen um Mitfahndung.

Sein Verhalten ließ die Polizisten zweifeln

Gegen 21 Uhr entdeckten die zivilen Selber Fahnder den Pkw parkend am Autohof in Berg, immer noch mit nur drei Personen besetzt. Kurz darauf hielt ein Taxi neben dem Fahrzeug und eine Person stieg aus, die als die gesuchte vierte Person identifiziert werden konnte. Bereitwillig wies sich der Mann mit einem gültigen ukrainischen Reisepass und einem polnischen Visum aus.

Das Verhalten des 36-Jährigen ließ bei den Polizisten jedoch Zweifel an seiner wahren Identität aufkommen. Nach einem Abgleich seiner Fingerabdrücke wurde der Verdacht bestätigt. Der Ukrainer wurde von der Staatsanwaltschaft Konstanz mit einem Haftbefehl wegen schweren Bandendiebstahls und 557 Tagen Restfreiheitsstrafe gesucht. Außerdem lag eine Ausschreibung zur Festnahme durch das Ausländeramt Regensburg vor.

Der 36-Jährige muss sich zusätzlich wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise, des Ausweismissbrauchs und der Urkundenfälschung verantworten. Am heutigen Freitag lieferten die Selber Bundespolizisten den Gesuchten in eine Justizvollzugsanstalt ein.



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