Barbara Klepsch besucht Auerbacher "Insel"

Bildung Jugendliche haben noch immer schlechte Berufs-Chancen

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Barbara Klepsch besucht Wohnheim der Auerbacher Lebenshilfe. Foto: Bernd Schädlich / PB Voigt

Auerbach. Wann gibt's schon mal die Gelegenheit, am Kaffeetisch mit einer Ministerin zu plaudern? Die Kinder und Jugendlichen der Wohnstätte "Insel" haben es erlebt. Am Mittwoch besuchte Barbara Klepsch (CDU), Sachsens Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, die Einrichtung der Auerbacher Lebenshilfe. In ungezwungener Atmosphäre tauschten sich die Politikerin und die Bewohner aus.

Ein qualifizierter Schulabschluss ist die Grundlage für Praktika und Ausbildungen

Ein Thema war die Berufsperspektive der jungen Leute. Fachbereichsleiter André Tunger umriss die Probleme. "Wir bekommen für unsere Schützlinge kaum einen Praktikumsplatz in einer Firma, geschweige denn eine Lehrstelle." Das liege auch an den mangelnden Bildungschancen. Den jungen Leuten müsse auf jeden Fall ein qualifizierter Schulabschluss, wenn nötig mit einer entsprechenden Assistenz ermöglicht werden.

"In beiden Fällen geht es doch um Kinder"

Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Hallbauer kritisierte die noch immer bestehenden Unterschiede zwischen Jugendhilfe und Eingliederungshilfe. "Die Kostensätze für Verpflegung, Gemeinschafts-Veranstaltungen oder Betreuung gehen hier weit auseinander." Für ihn sei das nicht nachvollziehbar. "In beiden Fällen geht es doch um Kinder."

Thematisiert wurde zudem der zunehmende Fachkräftemangel in der Betreuung. Gerade bei stationären Einrichtungen mit einem 24 Stunden-Dienst sei es nicht einfach, geeignetes Fachpersonal zu finden, die sich für diese Herausforderung motivieren können. Klepsch nahm jede Menge Hinweise mit nach Dresden. Am Ende ihres Besuches lud sie die Bewohner in den Landtag inklusive einer Führung ein.