Baustart wegen Schutz der Äsche

Verkehr Umweltschutz rechtfertigt Behinderungen auf Hofwiesenstraße

Plauen. 

Damit im nächsten Jahr rechtzeitig mit dem Bau der Stützmauer am Elsterufer begonnen werden kann, müssen jetzt vorbereitende Maßnahmen auf der Hofwiesenstraße getroffen werden. Plauens Bürgermeister Manfred Eberwein meldete sich persönlich beim BLICK, um auf die jüngste Berichterstattung einzugehen. Die Autofahrer verstanden nicht, weshalb am 10. Dezember im größten Schneegestöber eine Baustelle eröffnet werden muss. Nun steht fest: "Es geht um den Schutz der Äsche. Dieser Fisch lebt in der Weißen Elster und laut Gesetz darf diese Gattung zwischen dem 1. Januar und dem 15. Juni nicht gestört werden", so der Bürgermeister vorgestern. In der ersten Kurzmitteilung der Stadt war von der Schon- und Laichzeit noch keine Rede. Gestern gab es dann noch konkretere Aussagen. Eberwein zeigte aber bereits am BLICK-Telefon Verständnis für den Unmut der Autofahrer. Zugleich jedoch ist der Bürgermeister angesichts der vielfach aggressiven Haltung etlicher Bürger besorgt: "Jetzt ist Weihnachten. Und trotzdem vergeht kein Tag, an dem es nicht bitterböse Worte zu hören oder zu lesen gibt. Wir reden die ganze Welt schlecht und verurteilen relativ sorglos", gibt Manfred Eberwein zu bedenken. Wer sich in Plauen umhört, stößt mittlerweile auf viele Menschen, die ähnliches sagen. Zugleich erreichen die Medien immer mehr Beschwerdebriefe und Hinweistelefonate. Aber zurück zu besagtem Verkehrsnadelöhr. Der Bau dauert etwa ein Dreivierteljahr. Die 140 Meter lange Stützwand zwischen Schwarzem Steg und Neuer Elsterbrücke ist nicht mehr standfest.