Belastung durch die Pflege

Urteil Nur tatsächliche Kosten sind absetzbar

Die DAV-Versicherungsanwälte weisen auf einen Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 14. April dieses Jahres hin (AZ: VI R 8/10). Darin wird bestätigt, dass Pflegekosten zwar grundsätzlich als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzbar sind - aber nur, solange sie auch tatsächlich vom Pflegebedürftigen selbst getragen werden. Im Klartext: Was die Versicherung übernimmt, kann nicht zusätzlich auch noch steuerlich geltend gemacht werden. Der BFH fasst hierunter auch Leistungen, die ein Versicherungsnehmer aus einer privaten Pflegeversicherung bezieht. Selbst dann, wenn der Leistungsanspruch unabhängig von entstehenden Kosten gegen den Versicherer besteht. Sobald der Anspruch auf Leistungen allein an die Pflegebedürftigkeit geknüpft ist und eine Zahlung von sogenanntem Pflegetagegeld vorgesehen ist, müssen die Leistungen gegen bestehende Pflegekosten gerechnet werden. Steuermindernd kann dann nur noch die Differenz geltend gemacht werden.