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"Belastungsgrenze ist erreicht": Zwischenruf der Kammern in Richtung Politik

Einspruch IHK und HWK wenden sich entschieden gegen den kompletten Lockdown

Plauen. 

Plauen. Die gewerblichen Kammern in Ostdeutschland wenden sich in einem gemeinsamen "Zwischenruf" entschieden gegen politische Überlegungen, zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie "die Wirtschaft" komplett in den Lockdown zu schicken!

Wer oder was ist "die Wirtschaft"?

"Die Unternehmerschaft in Ostdeutschland hat bisher alle getroffenen politischen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung mitgetragen, selbst wenn damit teilweise erhebliche - für einzelne Firmen oder Selbstständige sogar existenzbedrohende - Einschränkungen verbunden sind und zugesagte Hilfen leider auf sich warten lassen. Aber die Belastungsgrenze ist jetzt erreicht. Gedankenspiele, wie die Wirtschaft weiter eingeschränkt werden könnte, sind kontraproduktiv", heißt es in einer Erklärung.

Im Schreiben heißt es weiter: "Wir stellen fest: Unsere heimischen Unternehmen sind keine Infektionsherde. Die Hygieneschutzmaßnahmen sind Bestandteil des betrieblichen Arbeitsschutzes, sie sind nicht Gegenstand individueller Auslegung, sondern werden konsequent umgesetzt und kontrolliert. Pandemisch kritische Situationen im Arbeitsprozess werden analysiert und die Abläufe entsprechend angepasst. Dazu gehört selbstverständlich auch das Home Office."

Wer verschärfte Maßnahmen in "der Wirtschaft" fordert, muss definieren: Wer oder was ist "die Wirtschaft"? IHK und WWK poltern. Sie stellen die Frage: "Entscheidet jetzt die Politik über gute und schlechte Unternehmen? Medizintechnik und Arzneimittelhersteller sind die Guten, die Automobilindustrie sind die Schlechten?"