Berater in der Krise: Wie sieht es mit Urlaubsstornierungen aus?

Reiserecht Auerbacher Verbraucherzentrale mit Rat und Tat zu Stelle

Auerbach. 

Auerbach. Trotz anhaltender Corona-Krise stehen die Mitarbeiter der Auerbacher Verbraucherzentrale (VZ) den Menschen mit Rat und Tat zur Seite. Aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus gibt es in den Räumen Plauensche Straße 7 allerdings keine Beratungen mehr. Aktuell laufen die Drähte über die Rufnummer 0341 6962929 zusammen. Wer sich telefonisch beraten lassen möchte, kann einen Termin mit einem Experten vereinbaren. Möglich ist dies immer montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr sowie freitags zwischen 9 und 16 Uhr. Beratung per E-Mail oder Post sind ebenfalls möglich. Alle dafür notwendigen Informationen können unter www.verbraucherzentrale-sachsen.de abgerufen werden.

Kostenlose Stornierung bei Grenzschließung möglich

Zu den Beratungsschwerpunkten gehört momentan das Thema Reisen. "Verbraucher haben bei kurz bevorstehenden Urlaubs-Pauschalreisen Anspruch auf kostenfreie Stornierung", weiß Heike Teubner vom Auerbacher Kompetenzzentrum der VZ. Demnach müssen bereits geleistete Anzahlungen zurückerstattet werden. Gleiches gilt auch für einzeln gebuchte Reiseleistungen wie Hotelaufenthalte im Ausland. Wer sein Ziel nicht erreichen kann, weil das Land die Grenzen dicht gemacht hat, könne ebenfalls kostenlos stornieren. Voraussetzung ist, dass man den Vertrag nach deutschem Recht abgeschlossen hat. Diejenigen, die direkt beim Anbieter im Ausland gebucht haben, sollten vor der Kündigung einen Blick in die Buchungsbedingungen werfen, rät Teubner.

Genau auf Zahlungsfristen achten

Wenn der Urlaubsflieger erst in einigen Wochen oder Monaten geht, sei Vorsicht geboten. Entscheidend sei, ob die Warnung noch zum Reisezeitpunkt gilt. In diesem Fall sollten Verbraucher zunächst noch abwarten. Sonst könnten Stornogebühren anfallen. Auch bei fällig werdenden Anzahlungen sollte man genau hinschauen und keinesfalls vor der Zahlungsfrist überweisen. Hintergrund sind zu befürchtende Insolvenzen der Anbieter. Zu früh gezahltes Geld könnte dann für immer verloren gehen.