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Westsachsen

Überflutungen hinterlassen auch langfristige Spuren

Hochwasser Bürgermeister will Antworten von der Landestalsperren-Verwaltung

Weischlitz. 

Weischlitz. Welche enormen Schäden Hochwasser anrichten kann, wissen die Mitglieder vom FSV Bau Weischlitz ganz genau. Nach 2013 stand das Sportplatzgelände vor wenigen Wochen nach starken Regenfällen erneut unter Wasser. FSV-Mitglied Jörg Tischendorf hat die Bilder von den Ereignissen noch frisch in Erinnerung. Helfer von befreundeten Vereinen packten damals spontan mit an, um das Gelände wieder auf Vordermann zu bringen. So konnte mit vereinten Kräften ein geplantes Fußball-Turnier doch noch stattfinden.

Lage am Fluss spitzt sich zu

Das hat bei dem Weischlitzer mächtig Eindruck hinterlassen. "Wenn ich an die vielen Helfer denke, bekomm ich heute noch Gänsehaut." Beim Gedanken an die jüngsten Überschwemmungen beschleicht Bürgermeister Steffen Raab (Freie Wähler) ein mulmiges Gefühl. "Es war fast wie 2013." An manchen Stellen entlang der Weißen Elster stand der Pegel laut Raab sogar ein wenig höher als vor fünf Jahren. Allein die Infrastruktur-Schäden in der Gemeinde belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro. Der Gemeinde-Chef kann nachvollziehen, dass sich nun viele Bürger fragen, warum sich nach dem Hochwasser 2013 die Lage entlang des Flusses erneut so zuspitzen konnte.

Über den Umweltminister des Freistaates habe er eine Erklärung des Schadensereignisses von der Landestalsperren-Verwaltung eingefordert. Im Fokus stehen diverse Fragen rund um das Management der Talsperre Pirk. In den Mittelpunkt rückt das vorausschauende Ablassen des Stausees. Vor diesem Hintergrund plant Raab eine Veranstaltung mit Fachleuten der Landestalsperren-Verwaltung. Der genaue Termin steht noch nicht fest. "Voraussichtlich im August." Die Gemeindeverwaltung Weischlitz nimmt ab sofort Fragen und Hinweise rund um das Thema schriftlich entgegen.



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