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Überraschung im Sachsenpokal

Fußball VFC gewinnt in Leipzig - Fünf vogtländische Vereine im Lostopf

Machern. 

Machern. Paukenschlag! Der VFC Plauen hat in der 2. Runde des Fußball-Sachsenpokals beim favorisierten FC International Leipzig mit 1:0 (1:0) gewonnen. Das Tor des Tages erzielte ausgerechnet Dimitrios Komnos (9.), dessen Spielgenehmigung erst kurz zuvor in Plauen eingetroffen war. Der Grieche hatte in Neugersdorf keine guten Karten mehr und kehrte zum Ende der Wechselfrist zum VFC zurück. Es war sein zehnter Vereinswechsel in den vergangenen sechs Jahren.

Dimitrios Komnos trifft gleich zu Beginn

Die Leipziger, die in der Oberliga als Mitfavorit gehandelt werden, wussten mit diesem Überraschungsmoment offenbar nichts anzufangen. So konnte der rechte Läufer Alexander Morosow aus dem dichten Gedränge heraus einen überragenden Diagonalpass auf links spielen. Durch diesen lief Komnos alleine aufs Leipziger Tor zu. Der 25-Jährige behielt die Nerven und verwandelte eiskalt. Die 60 mitgereisten VFC-Fans bejubelten die frühe Führung noch, als ihnen urplötzlich der Atem stockte.

Leipziger Spieler attackiert den Schiedsrichter

Urplötzlich lief nach einem Plauener Stellungsfehler der Leipziger Adrian Bravo (11.) auf das VFC-Tor zu. Eric Ranninger versuchte zu retten. Der Spanier Adrian Bravo trat im Zweikampf in den Boden, er strauchelte und stürzte letztlich so, dass manch einer im Sportpark Tresenwald ein platzverweiswürdiges Foulspiel gesehen hatte. "Das war es aber aus meiner Sicht nicht", kommentierte VFC-Trainer Daniel Rupf diese Schlüsselszene. Das Spiel lief weiter. Der Leipziger Spieler Ilias Becker sah es ganz anders. Der Marokkaner stürmte über den halben Platz, attackierte den Schiedsrichter und sah Rot.

VFC lässt in Überzahl nichts mehr anbrennen

Der VFC Plauen gestattete den Leipzigern während der folgenden Überzahl nur noch zwei gefährliche Fernschüsse. "Dass wir dass 2:0 nicht gemacht haben, das ist einer der wenigen Kritikpunkte, die es anzusprechen gilt", lobte VFC-Trainer Daniel Rupf den starken Plauener Auftritt. Unter anderem hätten Dimitrios Komnos, Aleksandrs Guzlajevs (2) und Lucas Albert erhöhen können.

Joachim Fritsche lost 3. Runde

In die nächste Runde eingezogen sind auch der SC Syrau (5:1 gegen Crostwitz), der SV Merkur Oelsnitz (3:1 in Zwenkau) und der Reichenbacher FC (4:0 in Naunhof). Außerdem steigt nun auch der Regionalligist VfB Auerbach ein. Im Lostopf befinden sich demnach fünf vogtländische Vereine. Aufgefüllt wird der Lostopf nämlich heute mit dem FSV Zwickau (3. Liga) und den sechs Regionalligisten, die in der 3. Runde in den Wettbewerb eingreifen. Insgesamt werden 16 Begegnungen ausgelost. Die 3. Runde ist für den 13./14. Oktober angesetzt. Gleich am heutigen Montag (10. September) wird um 17 Uhr die 3. Runde um den Sachsenpokal in der Sportschule "Egidius Braun" ausgelost. Als Losfee fungiert Joachim Fritsche, eine Leipziger Oberliga-Legende. Fritsche bringt es auf insgesamt 278 DDR-Oberligaspiele, wobei er 245 Mal für den 1. FC Lokomotive Leipzig auflief. Mit 14 Länderspielen gehörte er 1974 sogar zum Aufgebot für die Weltmeisterschaft.



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