Berufsbild des Physician Assistant auf Siegeszug

Berufsakademie Bachelor-Studiengang lockte 100 Experten

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Prof. Dr. Lutz Neumann ist Direktor der Staatlichen Studienakademie Plauen. Foto: Karsten Repert

Plauen. Der Arztassistent ist international längst im Kommen. Und auch in Plauen geht es jetzt gut voran. Zur Fachtagung Physician Assistant kamen rund 100 Teilnehmer verschiedenster Interessensgruppen. Politiker, Mediziner, Juristen und Vertreter aus Hochschulen besuchten diese zweite Runde.

Veränderungen in Bevölkerung bedarf Veränderung in Medizin

Eingeladen hatte die Staatliche Studienakademie Plauen zu einem umfassenden Meinungsaustausch über das in Deutschland neue Berufsbild "Physician Assistant". Als Direktor der Staatlichen Studienakademie Plauen sind Prof. Dr. Lutz Neumann und die Studiengangleiterin Physician Assistant (PA) Dr. Claudia Heilmann so etwas Ähnliches wie Pioniere. Vize-Landrat Dr. Uwe Drechsel verwies als Vertreter des Vogtlandkreises in seinem Grußwort auf die demografische Entwicklung der Bevölkerung und sich daraus ergebende Veränderungen in der medizinischen Versorgung.

Physician Assistants sollen Ärzte entlasten

Aus dem Grund stellte Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, stellte eine gemeinsame Empfehlung der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung vor. Dabei erläuterte er die wichtige Rolle dieser künftigen PAs, die für die Entlastung von Ärzten im medizinischen Alltag von enormer Bedeutung sein werden.

Das Resümee des Landesärztekammer-Präsidenten Erik Bodendieck ist ganz simpel: "Wir brauchen den Physician Assistant!" In weiteren Vorträgen und der anschließenden Podiumsdiskussion wurden zukünftige Tätigkeitsfelder für Physician Assistants lebhaft diskutiert. Gastgeber war die M&S Umweltprojekt GmbH in Plauen, die das Projekt "Studieren in Plauen" in besonderem Maße unterstützt.

Statisitk bestätigt die Relevanz des Berufs

Der Bachelor-Studiengang Physician Assistant wird seit 2015 an der Staatlichen Studienakademie Plauen (Berufsakademie) angeboten. Beim ersten Netzwerktreffen 2016 wurden der aktuelle Stand erörtert und Visionen für den künftigen Einsatz von PA vorgestellt. Dass dieser in Deutschland noch weitgehend unbekannte Beruf zum Siegeszug angesetzt hat, zeigen die Statistiken. 210 Entwicklungs-Programme gibt es weltweit. Die Zahl der weltweit tätigen PAs war auf 108.000 gestiegen. In der Bundesrepublik gab es Anfang 2017 nur 400 Physician Assistants. Internetinfo: www.ba-plauen.de