Bescheid wissen, Vorteile nutzen

Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die neue Familienpflegezeit

In Deutschland werden derzeit rund 1,86 Millionen Menschen zu Hause gepflegt - zwei Drittel davon ausschließlich durch Angehörige. Der Wunsch vieler Berufstätiger, Angehörige selbst zu pflegen, scheitert oftmals an der Wirklichkeit. Viele Berufstätige, die bereits Pflegeaufgaben übernommen haben, können Pflege und Beruf nur schwer vereinbaren. Die Politik hat darauf reagiert, seit Jahresbeginn sorgen neue gesetzliche Regelungen für spürbare Erleichterungen. Wer kurzfristig Zeit für die Organisation einer neuen Pflegesituation benötigt, kann bis zu zehn Arbeitstage lang der Arbeit fernbleiben. Neu ist der Anspruch auf eine Lohnersatzleistung - das Pflegeunterstützungsgeld. Zudem haben Beschäftigte wie bisher für die Pflege naher Angehöriger in häuslicher Umgebung einen Anspruch auf vollständige oder teilweise Freistellung von bis zu sechs Monaten. Seit Jahresbeginn 2015 haben Beschäftigte zudem einen Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit, das heißt auf eine teilweise Freistellung bis zu 24 Monate bei einer verbleibenden Mindestarbeitszeit von 15 Wochenstunden. Ob Pflegezeit beziehungsweise Familienpflegezeit genommen werden kann, hängt von der Größe des jeweiligen Unternehmens ab. Alle Informationen dazu gibt es unter www.wege-zur-pflege.de.