Besuch in Eddas Puppenwelt

Ausstellung Ehemalige Museums-Chefin stellt ihre Puppenstuben aus

Edda Seifert ist mit dem Rodewischer Museum eng verwurzelt wie keine zweite. Nicht nur, weil sie dort geboren ist. Früher war sie auf der Schlossinsel Museums-Chefin. Dieses Amt hatten auch schon ihre Eltern inne. Die 69-jährige Rentnerin hat viele Erinnerungen an diese Zeit. In einem Zimmer der aktuellen Weihnachts-Ausstellung sind einige Puppenstuben aus ihrer Sammlung zu sehen. Zu jedem der spielzeugniedlichen Häuschen weiß sie eine Geschichte zu erzählen. Beispielsweise die vom Hamster. "Den hat meine Tochter früher durch die Puppenstube laufen lassen." Eines der ausgestellten Puppenhäuschen stammt aus der Zeit kurz nach dem Krieg. "Die Möbel sind aus Zigarrenkisten gefertigt." In einer anderen Ecke des Museums sitzen Teddybären und Puppen. Davon hat die Rodewischerin eine ganze Menge zuhause. Ihre "Erika" kennt sie noch aus Kinderzeiten. Im nächsten Moment drückte sie die Puppe an ihr Herz. Bekannt sind auch Eddas berühmte Strohsterne. Einige davon zieren die Ausstellung. Für Besucher gibt es viel zu entdecken. Beispielsweise den Palast des Sultans, Figuren der sächsischen Weihnacht, Striezelkinder und Rodewischer "Pflaumentoffel". Neben der traditionellen Weihnachtsmann-Werkstatt haben die Gäste auch Einblicke ins große Puppen-Café. Auch dazu kann die ehemalige Museumsleiterin viel erzählen. "Das haben wir früher alles selbst gebaut." Tipp: Wer das Rodewischer Original einmal treffen will, schaut am besten in einer der kleinen Holzhütten vor dem Museum vorbei.